Schülerschaft des "Marianums" informiert sich über moderne Sklaverei

missio-Truck macht Station in Meppen

Image
zwei Schüler
Nachweis

Foto: Gymnasium Marianum

Caption

Was moderne Sklaverei heute bedeutet, erfuhren Schülerinnen und Schüler im missio-Truck.

Auch in Meppen machte der missio-Truck „Eine Welt. Keine Sklaverei.“ Station – und zwar am Gymnasium Marianum. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 setzten sich dabei intensiv mit moderner Sklaverei und den globalen Auswirkungen unseres Konsumverhaltens auseinander.

Der missio-Truck ist eine multimediale, mobile Ausstellung, die als interaktiver Ausstellungsraum genutzt wird. Das katholische Hilfswerk missio will damit Menschen für globale Themen sensibilisieren. Neu ab 2026 ist ein Raum, der sich dem Abbau des Minerals Mica unter sklavereiähnlichen Bedingungen in Madagaskar widmet. Gäste können in Gruppen von drei Personen interaktiv die Facetten der modernen Sklaverei in verschiedenen Kontexten erkunden.

Auch die Jugendlichen des Meppener Marianums wurden durch verschiedene interaktive Stationen geführt, die eindrucksvoll aufzeigten, unter welchen Bedingungen Menschen weltweit arbeiten und leben. Anhand konkreter Beispiele aus der Rohstoffgewinnung, der Textilproduktion oder der Lebensmittelindustrie wurde deutlich, wie eng globale Lieferketten mit unserem Alltag verbunden sind. Ergänzt wurde der Besuch des Trucks durch einen thematischen Workshop, der ebenfalls von missio durchgeführt wurde. In Gesprächen, Gruppenarbeiten und Diskussionsrunden befassten sich die Schülerinnen und Schüler mit Fragen von Menschenwürde, Gerechtigkeit und Verantwortung. Dabei wurden nicht nur die Ursachen moderner Ausbeutung beleuchtet, sondern es wurden auch Möglichkeiten aufgezeigt, wie jede und jeder Einzelne durch bewusste Entscheidungen zu mehr Fairness beitragen kann.

Schüler an einer Tafel
Ein Workshop vertiefte das Thema für die Jugendlichen.

„Besonders überrascht hat mich, wie viele Produkte, die wir jeden Tag nutzen, mit Arbeitsbedingungen zusammenhängen können, die wir eigentlich nicht unterstützen möchten. Der Truck hat mir gezeigt, dass unser Konsum Auswirkungen auf Menschen in anderen Teilen der Welt hat“, berichtete Pia Stroot (10a) nach dem Besuch der Ausstellung. Auch die begleitenden Lehrkräfte zogen ein positives Fazit: „Die Verbindung von multimedialer Ausstellung und Workshop hat unsere Schülerinnen und Schüler sehr angesprochen. Die Inhalte wurden anschaulich vermittelt und haben zum Nachdenken und Diskutieren angeregt. Gerade die Frage nach der eigenen Verantwortung im globalen Kontext ist für junge Menschen von großer Bedeutung“, so Martin Haverkorn.

Organisiert wurde das Projekt vom Schulpastoralen Team des Gymnasium Marianum. Die Schule bedankt sich bei missio  sowie beim Ehemaligen- und Förderverein des Marianum, der die Umsetzung unterstützt hat.

 

Seit 2024 fährt der missio-Truck durch Deutschland. Darin erwartet die Gäste die virtuelle Begleitfigur „Chris“ zu einem 25-minütigen Rundgang durch fünf thematisch gestaltete multimediale Räume – aktuell unter dem Motto „Eine Welt. Keine Sklaverei. So wird klar, was moderne Sklaverei mit uns in Deutschland zu tun hat. Passend dazu bietet missio eine 90-minütige Unterrichtsreihe mit geschultem pädagogischem Begleitpersonal an. Info: https://www.missio-hilft.de/