Kleine Krippen, große Geschichten
Erzählen Sie uns die Geschichte Ihrer Krippe und senden Sie uns ein Foto
Foto: unsplash.com, quilia
Wir suchen Ihre Weihnachtskrippe - und die Geschichte dahinter.
Manche Mitglieder einer Familie bekommen einander nur selten zu Gesicht. An Weihnachten stehen die Chancen besonders gut. Die Familienzusammenkunft unter dem Baum läuft aber nicht immer reibungslos ab. Einer hat ein Bein verloren, an einem anderen hat der Zahn der Zeit genagt und ein Dritter ist plötzlich spurlos verschwunden. Die Rede ist natürlich von den Figuren der Weihnachtskrippe. Und diese Krippen erzählen neben der biblischen Geschichte eben auch immer ihre ganz eigene.
Manch ein Besitzer setzt etwa Jahr für Jahr auf dasselbe Ensemble: Der Esel steht immer am selben Fleck, die Krippe akkurat im 45-Grad-Winkel zur Tanne. Beim Auspacken der Teile aus dem Seidenpapier drängt vielleicht eine Erinnerung an die Oberfläche: wie der Esel sein Ohr verloren hat. Welche kleinen Hände dafür gesorgt haben, dass Josef so ramponiert aussieht. Oder wer die Krippe vererbt hat. Als Erfinder der Krippe gilt übrigens der heilige Franziskus, der 1223 in einer Höhle im italienischen Dorf Greccio die Weihnachtsfeier auf besondere Weise inszeniert haben soll: mit lebendigen Tieren und für alle Menschen, nicht nur für einige wenige. Das Problem: Als Bettelbruder besaß er nichts. Er brauchte einen Gönner, den er schließlich zwei Wochen vor Weihnachten noch auftreiben konnte. Dieser stiftete Esel, Ochs und Heu. Franziskus’ Idee soll bei den Leuten richtig gut angekommen sein. Heute steht in der Nähe der Felsengrotte ein Franziskanerkloster.
Um die Verbreitung von Krippen in Kirchen in Europa bemühten sich vor allem die Jesuiten. Erste Krippen des Ordens soll es um 1560 in einem Kloster in Portugal gegeben haben. Spanien, Italien und Deutschland folgten. Im Laufe der Zeit fanden die Krippen schließlich ihren Weg auch in die Häuser der Gläubigen.
In der Weihnachtsausgabe von Glaube und Leben, Bonifatiusbote und "Der Sonntag" möchten wir Ihre Krippen zeigen und Ihre Geschichten erzählen. Befindet sich Ihre Krippe schon seit vielen Jahrzehnten in Familienbesitz? Oder ist sie selbst gebaut? Ist eine Figur schon lange verschollen? Und hat der Enkel seine liebste Playmobilfigur als Ersatz gespendet? Erzählen Sie uns, welche Erinnerungen Sie mit Ihrer Weihnachtskrippe verbinden, und schicken Sie uns gerne ein Foto!
Wir freuen uns auf Ihre Einsendungenund Geschichten bis zum 29. November unter: redaktionFML@bistumspresse.de