Jugendarbeit

Jugendhaus mit Aussicht

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Zu sehen ist ein weißes Gebäude.
Nachweis

Foto: Martin Innemann/EBHH

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Der Erweiterungsbau der Begegnungsstätte liegt in Sichtweite des Jugendschlosses in Neu Sammit und heißt daher auch „Haus Schlossblick“. 

Der Erweiterungsbau der Begegnungsstätte in Neu Sammit ist endlich eingeweiht und vom Schweriner Propst Georg Bergner gesegnet worden.

Neu Sammit. „In zwei Wochen kommen die ersten Gäste“, sagt Sandrina Wieck. Die Geschäftsführerin des christlichen Trägervereins des Jugendschlosses in Neu Sammit freut sich schon auf die Premiere mit den Jugendlichen aus der Hundertwasserschule in Rostock. Dann steht aber nicht das Schloss im Mittelpunkt, sondern der neue Erweiterungsbau „Haus Schlossblick“. Er ist jetzt mit einem Gottesdienst gesegnet und einem kleinen Fest zünftig eingeweiht worden. Der Bau kostete etwa eine Million Euro. In zehn hellen Zimmern können 40 Personen beherbergt werden. Drei Räume davon sind auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen geeignet. Alle Zimmer haben jeweils ein separates Bad mit Dusche. Vieles ist dabei in Eigenleistung entstanden. „Die Doppelstockbetten hatten wir schon, die wurden abgeschliffen und versiegelt, und jetzt sind sie wie neu“, sagt die Geschäftsführerin stolz. 

Der Erweiterungsbau der Begegnungsstätte liegt in Sichtweite des Jugendschlosses in Neu Sammit und heißt daher auch „Haus Schlossblick“. Foto: Martin Innemann/EBHH

Im Haus Schlossblick und im Jugendschloss können die Gruppen selbst kochen, sich aber auch voll verpflegen lassen. Modern eingerichtete Küchen und ausreichend Platz zum Essen stehen zur Verfügung. Knapp 100 Gäste sind zur Einweihung des Hauses gekommen. Unter ihnen der stellvertretende Bürgermeister von Krakow am See, Hilmar Fischer: „Wir freuen uns, dass Kinder hierherkommen können, denn es ist auch wichtig, um unsere Region und unsere Stadt bekannter zu machen.“ Das Jugendschloss mit seinen nun 125 Plätzen ist mit Abstand das größte Schullandheim im Landkreis Rostock.

Träger freut sich über Spenden

Dekan Georg Bergner hatte Weihwasser und Weihrauch dabei und segnete das Haus bei einer kleinen Andacht. Über der Eingangstür zum Saal wurde als Zeichen für Gottes Segen ein Kreuz angebracht. So einen Ort behalte man oft ein ganzes Leben in guter Erinnerung – die erste Jugendfreizeit oder Klassenfahrt, sagte der Schweriner Propst. „Deshalb ist es auch so wichtig, in solch einen Ort zu investieren“. Es sei gut, solche Orte zu haben.

Vor zehn Jahren kam die Idee für diesen Erweiterungsbau auf. Hindernisse wurden aus dem Weg geräumt und im November 2024 war die Grundsteinlegung. Auch wenn das Haus nun steht: Der Verein freut sich weiterhin über Unterstützer. „Wir sind ein gemeinnütziger Verein und wollen Kindern und Jugendlichen hier eine schöne Zeit bereiten“, sagt Sandrina Wieck. Und das in welcher Form auch immer – Musical-Fahrten, Chöre oder Sportvereine und Kinderfreizeiten sowieso.

Martin Innemann