„Wo Menschen miteinander kooperieren, öffnet sich der Himmel“

Ökumenischer Gottesdienst zum Tag der Niedersachsen in Braunschweig

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Männer und Frauen feiern einen Gottesdienst
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Foto: Sabine Moser/pkbs

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Vor dem Braunschweiger Schloss feiern Weihbischof Martin Marahrens (v.r.), die Braunschweiger Landesbischöfin Christina-Maria Bammel und Sipana Haider von Yezidischen Landesverband einen ökumenischen Gottesdienst. Mit dabei: Oberbürgermeister Thorsten Kornblum (l.).

Als Abschluss der Feierlichkeiten zum Tag der Niedersachsen in Braunschweig haben Weihbischof Martin Marahrens aus Hildesheim und die neue Braunschweiger Landesbischöfin Christina-Maria Bammel einen ökumenischen Sonntagsgottesdienst vor dem Braunschweiger Schloss gefeiert.

„Wo Gemeinschaft Zukunft sein will, darf sie sich nicht abschotten“, sagte die Braunschweigische Landesbischöfin Christina-Maria Bammel bei ihrer Begrüßung zu den gut 700 Gottesdienstbesuchern. Sie knüpfte dabei an das Motto „Gemeinschaft stärken“ an und lobte die Ehrenamtlichen für ihren Einsatz und ihre vielfältigen Talente.

Der Hildesheimer Weihbischof Martin Marahrens betonte in seiner Predigt, wie wichtig Kooperation in der Gesellschaft ist, und wendete sich gegen Abgrenzung und Polarisierung: „Wo Menschen in aller Unterschiedlichkeit zusammenkommen, miteinander teilen, miteinander kooperieren, da öffnet sich der Himmel.“ Innovation und Kreativität ereigne sich oft gerade da, wo Unterschiedliches zusammenkomme, sprichwörtlich da, wo Feuer und Wasser zusammenkommen. „Nur durch Kooperation könne Neues und Großartiges entstehen“, so der Geistliche.

Nicht nur Christen feierten den Gottesdienst, auch Sipana Haider vom Yezidischen Landesverband war mit dabei: „Unterschiedliche Religionen und Traditionen können unser Zusammenleben bereichern, wenn sich Menschen mit Offenheit begegnen.“ 

Feierlich musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Projektband der ev.-luth. Landeskirche unter Leitung von Popkantor Karsten Ruß und vom Bläserensemble sowie der Kurrende des Braunschweiger Doms unter der Leitung von Domkantorin Elke Bruns-Lindemann und Kantor Robin Hlinka.

Die katholische Kirche mit drei Zelten vertreten

Auf der Meile der Kirchen und Religionsgemeinschaften im Magniviertel war auch die katholische Kirche mit drei Zelten vertreten. Am Sonntagnachmittag besuchte Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) die Zeltpagode des Pastoralen Raums Braunschweig auf dem großen Landesfest. Dort erfuhr Lies, was es mit dem Pastoralen Raum Braunschweig auf sich hat: Die sechs katholischen Pfarreien der Stadt Braunschweig – St. Aegidien, St. Albertus Magnus, St. Bernward, St. Cyriakus, Heilig Geist und St. Marien – sind enger zusammengerückt. „Dabei bleibt jede Pfarrei eigenständig“, betonte Propst Martin Tenge. Es gehe darum, Kapazitäten zu bündeln und Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

In zwei weiteren Zelten konnten sich die Besucher zu den Themen Seelsorge und Kirchliche Dienste informieren und ins Gespräch kommen – auf die Kinder warteten vielfältige Bastelangebote. Auch wenn sich das Wetter an diesem Wochenende teils stürmisch und regnerisch zeigte – die Laune ließ sich von den Besuchern, Haupt- und Ehrenamtlichen niemand verderben.

Der Malteser Hilfsdienst war nicht nur auf der Kirchenmeile vertreten, sondern auch auf der Jugend- und Sportmeile sowie der Blaulichtmeile. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) präsentierte sich mit einem Kletterangebot und einer Pfadfinderjurte hinter dem Herzog-Anton-Ulrich-Museum.

Sabine Moser