In Osnabrück entsteht ein neuer Stadtteil

Pop-up-Café schafft Begegnung

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Zwei Männer stehen am Grill
Nachweis

Foto: Jutta Schippmann-Janssen

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Helfer: Das Team der Hauptamtlichen wird von ehrenamtlichen Helfern unterstützt.

Im Landwehrviertel von Osnabrück entsteht derzeit ein großes Wohngebiet. Rund 5000 Menschen werden dort in Zukunft leben. Ein Kirchengebäude gibt es zwar nicht, aber ein Angebot der Kirchen besteht trotzdem: das Pop-up-Café. Jetzt hat es eine neue Aktion gegeben. Fragen dazu an den Pastoralreferenten der Pfarrei Dom St. Petrus, Cedrik Konzer.

Was ist das Pop-Up-Café?

Das Pop-Up-Café ist vor drei Jahren auf Initiative der katholischen Dompfarrei und der evangelischen Nordwestgemeinde entstanden. Wir haben bemerkt, dass sich im Landwehrviertel, wo am Stadtrand von Osnabrück Wohnraum für rund 5000 Menschen entsteht, viele der neuen Bewohnerinnen und Bewohner ein Gesprächsangebot in lockerer Atmosphäre wünschen. Diese Lücke haben wir geschlossen und sind regelmäßig präsent.

Was haben Sie mit dem Pop-up-Café bisher angeboten? 

Es hat sich ein wöchentliches Gesprächsangebot in der grünen Mitte entwickelt, wo sich viele junge Familien treffen und wo es Spielmöglichkeiten für Kinder gibt. Wir bieten ein Café an, von Mai bis September mit einem Tiny-Haus und manchmal mit der „Barbara-Biene“, einem Fahrzeug der St.-Barbara-Gemeinde mit Kaffeeautomat an Bord. Viele Leute wünschen sich eine Gemeinschaftserfahrung. 

Woher wissen Sie, was Sie anbieten sollten?

Anregungen ergeben sich aus den Gesprächen: Beispielsweise haben wir im letzten Jahr das erste Mal eine Nikolausaktion gestartet. Das heißt, Familien im Stadtteil konnten sich anmelden, und dann kam der Nikolaus vorbei. Sie konnten Stiefel rausstellen, es gab ein paar Süßigkeiten. In der grünen Mitte haben wir ein Nikolausgedicht vorgetragen und dafür kamen viele Leute zusammen.

Vor ein paar Tagen haben Sie etwas Neues ausprobiert …

Daran hat sich gezeigt, dass wir uns immer mehr im Landwehrviertel vernetzen. Mit einem Einkaufsmarkt gibt es schon eine Kooperation und auch mit der städtischen Kita, jetzt auch mehr und mehr mit dem Betreuten Wohnen der Diakonie. Dort leben Menschen, die Unterstützungsbedarf haben und für verschiedene Anliegen Beratung in Anspruch nehmen können. Irgendwann haben wir gemerkt, dass es neben den jungen Familien noch mehr Menschen im Landwehrviertel gibt, die ihre eigenen Wünsche haben. Viele im Betreuten Wohnen sind körperlich eingeschränkt, so ist das Pop-up-Café mal zu ihnen gekommen ist. Es war schön, dass auch Familien dazugekommen sind, die sich sonst in der grünen Mitte treffen. 

Wie waren die Reaktionen?

Alle haben sich bedankt und gefragt, ob ein solches Treffen in Zukunft regelmäßig stattfinden kann. Zusammen mit der KiTa wollen wir mit Menschen aus dem Betreuten Wohnen im Oktober eine Bastelaktion und dann im Dezember eine Plätzchenbackaktion in der Kita veranstalten. Das hat alles einen Selbstläufereffekt bekommen.

Interview: Matthias Petersen