Neujahrsempfang Bistum Osnabrück

Verlässlicher Partner sein

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Blick auf Bischof Domincus am Rednerpult mit Blick auf eine große Menschenmenge
Nachweis

Foto: Matthias Petersen

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Bischof Dominicus hatte zum Neujahrsempfang eingeladen.

Das Bistum Osnabrück will in Niedersachsen ein verlässlicher Partner sein, wenn es um ein respektvolles Miteinander im Land geht. Das sagte Bischof Dominicus Meier vor Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Politik und Gesellschaft. Der Bischof warb auch für die Wahlen zum Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand im November.

Dieser Termin hat eine lange Tradition. Anfang Januar lädt der Bischof von Osnabrück Entscheidungsträger aus Kirche, Politik und Gesellschaft zum Neujahrsempfang. In diesem Jahr wollte Bischof Dominicus gar nicht viele Worte machen, lieber war es ihm, Möglichkeiten zur persönlichen Begegnung zu schaffen.

Trotzdem nutzte er die Gelegenheit, einige zentrale Botschaften zu platzieren. Eine ging in Richtung Politik: Das Bistum wolle ein verlässlicher Partner bei einem respektvollen Umgang sein. Grundlage unseres demokratischen Staates sei die Würde jedes Menschen. „Wenn diese Würde geachtet wird, bleibt politische Debatte hart in der Sache, aber respektvoll“, sagte er.

„Viele Ehrenamtliche übernehmen große Verantwortung"

Ein Dankeschön ging an viele Menschen, die am Neujahrsempfang gar nicht teilnahmen: die Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden. „Viele übernehmen große Verantwortung. Als Bistum wollen wir dieses Engagement weiter stärken, durch Qualifikation, Begleitung und Beauftragung.“ Freiwilliges Engagement wolle er in Zukunft noch durch ein sichtbares Zeichen stärken. Ab 2027 soll während des Neujahrsempfangs ein neu geschaffener Ehrenamtspreis verliehen werden. 

Außerdem erinnerte der Bischof an den im Bistum laufenden Transformationsprozess. Die zehn Dekanate sind aufgerufen, über das zukünftige Wesen der Kirche zu beraten. Diese Pläne sollen vor Ort entwickelt werden. Dafür seien klare Strukturen und transparente Verfahren notwendig. Der Bischof warb für die Wahlen zum Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand im November: Jeder könne da nicht nur sein Kreuzchen machen, sondern sich auch selbst zur Wahl stellen.

Matthias Petersen