Termine, Veranstaltungen und Meldungen aus dem Erzbistum Hamburg

Aktuelles in Kürze

Erzbistum Hamburg


Mönch aus Nütschau im Bundestag

Foto: EBHH/Melanie Giering

Berlin. Bruder Lukas Boving vom Kloster Nütschau hat jüngst im Andachtsraum des Bundestags eine Andacht gefeiert. Es nahmen unter anderem Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Die Linke), die Grüne Katrin Göring-Eckardt und Christdemokrat Martin Plum (Foto) teil. „Wir Mönche wählen unseren Oberen selbst und sind damit vielleicht eine der ältesten Demokratien der Welt“, so Bruder Lukas, der über die Regel des Heiligen Benedikt sprach. Zuvor hatte er diese als gebundene Ausgabe an Ramelow übergeben. „Vielleicht kann diese Regel für Sie im Bundestag Ansporn und Inspiration sein, ebenfalls der Eigenart vieler zu dienen, so wie Sie dem Volk dienen.“ Der Kontakt entstand durch eine Instagram-Aktion des Mönches: Angefangen mit Ministerpräsident Daniel Günther, hatten sich einige Abgeordnete zusammengetan, um Zeilen des Kirchenliedes „Großer Gott wir loben dich“ zu intonieren und als Video bei Instagram hochzuladen. (kpi/red)


Missio Canonica für 24 Religionslehrkräfte im Kleinen Michel verliehen

Hamburg. Im feierlichen Rahmen des Kleinen Michel hat Hamburgs Erzbischof Dr. Stefan Heße am 18. April insgesamt 24 Religionslehrkräften die Missio Canonica verliehen. Damit erhielten sie die kirchliche Erlaubnis für die Erteilung katholischen Religionsunterrichts. Sie sind in allen drei Regionen des Erzbistums tätig. Inhaltlich prägten aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen die Gespräche. Intensiv diskutiert wurden das Erstarken autoritärer und totalitärer Strömungen sowie die wachsende Bedeutung religiöser Bildung im schulischen Kontext.

Foto: Christof Haake

Christopher Haep, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule, beschrieb die gegenwärtige Situation des Religionsunterrichts als „eigenartig“: Einerseits sei er fest im Bildungssystem verankert, andererseits stünden Lehrkräfte vor großen Herausforderungen durch sinkende religiöse Sozialisation, zunehmende Heterogenität in den Klassen und einen wachsenden Rechtfertigungsdruck. „Es wird nicht immer verstanden, dass Religionsunterricht keine Katechese ist, sondern ein Angebot religiöser Bildung“, so Haep. Gleichzeitig betonte er die zentrale Rolle des Religionsunterrichts in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen: Es gehe darum, „Mündigkeit und Urteilsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern zu fördern“ sowie Räume für Orientierung, ethisches Handeln und die Auseinandersetzung mit Sinn- und Glaubensfragen zu eröffnen. Religionsunterricht leiste einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, indem er zur eigenen Positionierung befähige und zugleich klare Grenzen gegenüber demokratiefeindlichen Haltungen ziehe. „Ihr Einsatz als Religionslehrkräfte gegen Diskriminierung und antidemokratische Tendenzen wird immer unsere klare Rückendeckung bekommen“, versprach Haep. (kpi)


Klaus Langkau gestorben

Itzehoe. Der ehemalige Pfarrer der Pfarrei Mariä Himmelfahrt im schleswig-holsteinischen Elmshorn, Klaus Langkau, ist am 13. April kurz vor Vollendung seines 94. Lebensjahres in Itzehoe gestorben. In Elmshorn wirkte er von 1971 bis zu seinem Ruhestand 2001. 1977 wurde er zum Kamerar des Dekanates Itzehoe bestellt. Ab 1989 trug er zusätzlich zu den bisherigen Aufgaben Sorge für die Pfarrei Hl. Familie zu Barmstedt.

Klaus Langkau wurde am 26. April 1932 in Golmkau, Kreis Danziger Höhe, geboren und empfing am 12. März 1960 im Dom zu Osnabrück durch Handauflegung und Gebet von Bischof Helmut Hermann Wittler das Sakrament der Priesterweihe. Seinen priesterlichen Dienst begann er nach der Weihe als Adjunkt in St. Joseph in Osnabrück. Es folgten die Einsätze als Kaplan ab 1963 in Nordhorn, St. Elisabeth, und ab 1965 in Bremen, Herz-Jesu.

In der Todesanzeige des Erzbistums heißt es: "Als Pfarrer diente er dem inneren und äußeren Aufbau seiner Gemeinden und verstand sich als Seelsorger im Dienst an den ihn anvertrauten Menschen. Dabei war es wichtig, die Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils aufzugreifen und die Charismen in den Gläubigen zu wecken und zu fördern. Seine eigenen künstlerischen und handwerklichen Begabungen nutze er, um den Menschen einen Zugang zum Glauben zu ermöglichen."

Auch im Ruhestand hat er sich als Priester am Leben der Pfarrei Itzehoe, in der er wohnte, beteiligt und die Heilige Messe mit der Gemeinde gefeiert. Wenige Wochen vor seinem Tod konnte er noch den 66. Jahrestag seiner Priesterweihe begehen.

Das Pontifikalrequiem für Pfarrer Klaus Langkau wurde am 23. April 2026 in der Kirche Mariä Himmelfahrt gefeiert. Die Beisetzung erfolgte im Anschluss auf dem Friedhof Elmshorn.

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Mecklenburg


Teterock-Festival feiert Jubiläum

Rüggow. Das Teterock-Festival der Katholischen Jugend Mecklenburg findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt, und zwar vom 14. bis 16. August in Rüggow, Zum Quaduxenbarg 1. Zum Bahnhof in Wismar wird ein Shuttle-Service eingerichtet. Neben Live-Musik werden Holzofenpizzas, ein tatoo-Stand, Kistenklettern ein Flohmarkt, eine Feuershow und ein Kinderprogramm im Circus Fantasia geboten. Der Eintritt kostet 5 Euro, wer noch keine 18 Jahre alt ist zahlt keinen Eintritt. Bands können sich übrigens noch für einen Auftritt bewerben mit einem Video, einer Tonspur oder einem Link zu Spotify oder ähnlichem an teterock@kjm-mecklenburg.de. Weitere Informationen unter www.teterock.de

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Schleswig-Holstein


Schauspieler Joe Bausch liest in Plön

Plön. ist am Donnerstag, 7. Mai um 19 Uhr zu Gast in der Reihe „Church goes Pub“ der Pfarrei St. Vicelin. An dem Abend im Restaurant „Alte Schwimmhalle“ (Schloßgebiet 1a) wird der frühere Gefängnisarzt und Autor aus seinem autobiografischen Buch „Verrücktes Blut" lesen und sich dann den Fragen des Publikums stellen. Der Eintritt ist frei. Zur besseren Planung wird aber um Anmeldung unter Telefon 04522  59 36 30 in der Gaststätte gebeten. (red)

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Hamburg


Letzter-Hilfe-Kurs der Malteser

Eidelstedt. Am 5. Mai bieten die Malteser von 16 bis 20 Uhr in den Räumen der Hospizgruppe Eidelstedt (Niekampsweg 24) einen kostenfreien Letzte-Hilfe-Kurs an, der Basiswissen rund um das Lebensende vermittelt. Unter dem Motto „Am Ende wissen, wie es geht“ erfahren die Teilnehmer, wie sie schwerkranke und sterbende Menschen im Alltag unterstützen können – ein Thema, das jede und jeden betreffen kann.

Der Kurs richtet sich an alle Menschen, unabhängig von Alter, Erfahrung oder beruflichem Hintergrund. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Inhalte sind verständlich, alltagsnah und bewusst niedrigschwellig gestaltet, um Sicherheit und Mut im Umgang mit dem Thema Sterben zu vermitteln.

Der Letzte-Hilfe-Kurs wird von zertifizierten Kursleitenden aus der Hospiz- und Palliativarbeit durchgeführt. Vermittelt wird kein medizinisches Expertenwissen, sondern das „kleine 1x1 der Sterbebegleitung“ – praktische Orientierung, wie Mitmenschlichkeit und Zuwendung am Lebensende gelebt werden können. Kontakt und Anmeldung: Hospizgruppe Eidelstedt, Tel.: 040 / 603 30 01, E-Mail: hospiz-zentrum.hamburg@malteser.org


Trauergruppe für Kinder

Volksdorf. Die Malteser bieten zudem in ihrem Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard ab Mai erneut eine Trauergruppe für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren an. Das Angebot richtet sich an Kinder, die den Verlust eines nahestehenden Menschen erlebt haben und Unterstützung im Umgang mit ihrer Trauer suchen. Kinder trauern häufig anders als Erwachsene: Gefühle zeigen sich in Wellen, im Spiel oder in alltäglichen Situationen. Die Trauergruppe schafft einen geschützten Raum, in dem Kinder sich sicher fühlen, verstanden werden und ihren eigenen Ausdruck für Trauer finden können. Mit Gesprächen, kreativen Methoden und gemeinschaftlichen Aktivitäten werden sie einfühlsam begleitet und gestärkt.

Die Gruppe trifft sich über ein Jahr hinweg alle zwei Wochen, jeweils freitags von 15.30 bis 17.30 Uhr, in den Räumen des ambulanten Hospiz-Zentrums in Hamburg-Volksdorf (Halenreie 5). Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro pro Kind und Treffen. Zusätzlich finden im Jahresverlauf drei kostenfreie Elternabende statt, die Raum für Austausch bieten.

Anmeldung und Kontakt: Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard, Ramona Bruhn-Tobler, Tel.: 040 603 3001, ramona.bruhn-tobler@malteser.org


Hochschulgemeinde ist umgezogen

Foto: KHG

Grindel. Die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) ist umgezogen – ein Haus weiter, genauer: von der Sedanstraße 23 in einen neu errichteten Bau an der Sedanstraße 24. Vor vier Jahren stellte die Franziskanerprovinz erste Überlegungen über einen Neu- und Umbau ihrer Liegenschaft in der Sedanstraße an. Dort unterhält die Provinz ein internationales Studierendenwohnheim. Ab der ersten Jahreshälfte 2025 bereiteten sich die Studierenden der KHG intensiv auf einen Umzug vor. Dieser fand nun vor kurzem im Rahmen einer liturgischen Feier statt. In dem multifunktionalen Raum mit angeschlossener Küche finden jetzt alle Veranstaltungen der KHG statt: die Gottesdienste, die Themenabende, das gemeinsame Essen, die Kleingruppen und Vieles mehr. Ein Altar in der Form eines Schiffsrumpfes und ein Wandkreuz aus Elbe-Treibholz strahlen ein maritimes Klima aus. Mehr Informationen unter www.khg-hamburg.de 


Erzbischof Heße auf Tuchfühlung mit den Bergedorfer Schulbienen

Bergedorf. Es war ein durchaus „abenteuerlicher“ Schulbesuch, den Erzbischof Stefan Heße am 21. April an der Katholischen Schule St. Elisabeth in Bergedorf erlebte. Gemeinsam mit 25 Erstklässlern stand der Oberhirte im sonnigen Schulgarten rund um die schuleigenen Bienenvölker, um einen Blick auf Waben und Honigbienen zu werfen – und sogar nicht stechende Drohnen auf die Hand zu nehmen. Lehrer und Hobby-Imker Henning Bartsch eröffnete so einen wohl einzigartigen Blick für Tiere und Umwelt, den Grundschüler so schnell nicht vergessen werden.

Foto: Christoph Schommer

Zuvor nutzte Erzbischof Heße die Zeit für Gespräche mit den Elternvertretungen und dem Kollegium, um aktuelle Herausforderungen und Einschätzungen zu erfahren und gemeinsam auf die Schul- und auch Diözesanentwicklung zu schauen. Ebenfalls ohne Scheuklappen und mit durchaus persönlichen Fragen ging es dann beim Unterrichtsbesuch im dritten Jahrgang weiter. „Bist Du verheiratet?“ („Nein.“) , „Hast du manchmal Lampenfieber?“ („Kommt durchaus mal vor“) oder „Wofür ist der Ring an deiner Hand?“ (Zeichen der Bindung an die Diözese) – der Erzbischof nahm sich viel Zeit, um alle Fragen zu seiner Berufung und persönlichen Lebensgestaltung zu beantworten.