Lieblingsplätzchen und liebgewonnene Traditionen
Das macht die Bistumsredaktion im Advent
Foto: Astrid Fleute
Zimtsterne gehören zu den Klassikern in der Weihnachtsbäckerei.
Petra Diek-Münchow backt Schneeflöckchen
Zutaten:
Je nach gewünschtem Aroma eine oder 2 Vanilleschoten
250 g weiche Butter (oder vegane Butter)
100 g Puderzucker
120 g Mehl
250 g Speisestärke
etwas Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
Die Vanilleschoten einritzen und das Mark herauskratzen. (Tipp: die leeren Schoten nicht wegwerfen, sondern in Zucker legen. So erhält man nach einigen Tagen wunderbaren Vanillezucker.) Die weiche Butter in kleine Stücke teilen, mit dem Puderzucker und Vanillemark im Mixer schaumig schlagen. Speisestärke und Mehl vermischen und zu der Buttermasse geben. Alles schnell zu einem glatten Teig verkneten und in drei etwa gleich große Portionen teilen.
Diese jeweils zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Backofen auf 170 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Die nach Möglichkeit kalten Backbleche (sonst laufen die Kekse schnell auseinander) mit Backpapier auslegen und die Rollen in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden. Daraus Kugeln formen und mit etwas Abstand auf den Backblechen auslegen. Die Kugeln mit einer Gabel etwas eindrücken und für ca. 10 bis 12 Minuten backen.
Achtung: die Kekse dabei im Blick behalten, sie sollten recht hell bleiben. Vorsichtig mit dem Papier vom Blech ziehen, sie können anfangs noch etwas bröselig sein. Wenn die Plätzchen vollständig ausgekühlt sind, diese mit Puderzucker bestäuben und luftdicht verstauen.

Andrea Kolhoff füllt Adventskalender
Ein ganz wichtiges Adventsritual ist das Befüllen des Adventskalenders für meinen Sohn. Dieses Konstrukt aus kleinen Filzstiefelchen musste er in der Grundschule basteln, das ist jetzt 16 Jahre her. Die Nikolausstiefel wurden aus grünem und rotem Filz doppelt zugeschnitten und von den Kindern mit groben Stichen sichtbar zusammengenäht. Wir haben dafür silbernes Metallic-Garn genommen.
Am Ende wurden die Säckchen mit langen Fäden an einem Kleiderbügel befestigt. Da baumeln sie hin und her, immer, wenn man eine Süßigkeit herausnimmt, verheddern sich die Fäden weiter ineinander. Nach dem 24.12. dachte ich: Das war dieses Jahr sicher das letzte Mal. Doch schon vor drei Wochen hat mein Sohn mich wieder erinnert: „Mama, denk dran, du musst ja auch noch den Adventskalender entwirren.“
Matthias Petersen backt Ploberger nach einem Rezept aus Österreich
Zubereitung:
150 g Zucker, 150 g Butter oder Margarine mit einem ganzen Ei und 3 Eigelb schaumig rühren. 150 g geriebene Zartbitter-Schokolade und 150 g fein geriebene Haselnüsse dazugeben. 3 Eiweiß steifschlagen und mit 50 g Mehl vorsichtig unter den Teig heben.
Auf ein gefettetes Backblech streichen, bei 180 Grad ca. 15 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Abkühlen lassen. Dann aus 200 g Puderzucker, 2 EL heißem Wasser und 1 Schnapsglas Rum einen Guss herstellen, draufstreichen und in kleine Rauten schneiden (diagonal), bevor der Guss fest geworden ist.
Anja Sabel schreibt Weihnachtspost
Früher habe ich zahlreiche Briefe geschrieben – und auch gern welche bekommen. Über ein paar persönliche Worte auf einer Geburtstagskarte zum Beispiel habe ich schon immer mehr gefreut als über teure Geschenke. Im digitalen Zeitalter sind handschriftliche Briefe weniger geworden. Genauer gesagt, gehen sie bei mir gegen null. Bis auf die Weihnachtspost. Spätestens um den ersten Advent herum überlege ich, wie ich meine Karten gestalten will, suche Papier, Bastelmaterial und Stifte aus. Zugegeben: Manchmal kaufe ich auch fertige Karten, weil die Zeit mal wieder knapp ist. Aber dann müssen es richtig schöne Karten sein! Sich abends an den Tisch zu setzen, auszuschneiden, zu kleben, zu malen, zu schreiben – die Gedanken fließen zu lassen, das entspannt mich, das erdet mich und stimmt mich auf das Weihnachtsfest ein.
Astrid Fleute backt Zimtsterne
Zutaten:
3 Eiweiß
250 g Puderzucker
1 Pck. Vanillinzucker
1 gestr. TL Zimt
etwa 400 g nicht abgezogene gemahlene Mandeln oder Haselnusskerne
etwas Puderzucker.
Zubereitung:
Für den Teig das Eiweiß sehr steif schlagen, Puderzucker nach und nach sieben und unterrühren. Zum Bestreichen der Sterne zwei gut gehäufte EL der Masse abnehmen und beiseitestellen.
Vanillinzucker, Zimt und etwa 150 g von den Mandeln/Haselnüssen vorsichtig unter den übrigen Eischnee rühren. Von den übrigen Mandeln/Haselnüssen so viel mit den Händen unterkneten, dass der Teig kaum noch klebt.
Den Teig auf einer mit Puderzucker bestäubten Fläche gut ½ cm dick ausrollen. Sterne ausstechen und auf ein Backblech mit Backpapier legen und mit dem beiseite gestellten Eischnee bestreichen.
Das Backblech auf unterster Einschubleiste in den vorgeheizten Backofen schieben (ca. 140 Grad O/U oder 120 Grad Heißluft) und etwa 25 Minuten backen. Max. 2 Bleche zusammenbacken.
Die gebackenen Sterne mit dem Backpapier auf ein Kuchenrost ziehen und abkühlen lassen. Die Sterne müssen sich beim Herausziehen auf der Unterseite noch etwas weich anfühlen.
Die Sterne bleiben saftig, wenn sie in gut verschließbaren Dosen aufbewahrt werden.
Anton Kensbock verschenkt Vanille-Kipferl
Im Advent heißt es für mich: Kipferl backen. Und die dann in Blechdosen quer durch die Republik an Familie verschicken. Und zugegeben: Die Herstellung dauert, vor allem das Formen der halbmondförmigen Kipferl. Wirklich gleichmäßig und perfekt sehen sie dann zwar auch nicht aus, aber so ist das eben.
Mein Tipp: noch warm in Vanillezucker wenden, nicht in Puderzucker (sonst werden sie klebrig).
Zutaten:
250 g Weizenmehl Type 405
210 g weiche Butter
100 g gemahlene Mandeln
80 g Zucker
2 Packungen Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Packungen Vanillezucker zum Wenden
Zucker zum Wenden
Zubereitung:
Die Zutaten für den Teig gut miteinander verkneten. Den Kipferlteig zu Rollen mit einem ungefähren Durchmesser von 4 cm formen. Anschließend in Folie oder Backpapier gewickelt 30 bis 60 Minuten in den Kühlschrank legen.
In der Zwischenzeit Zucker mit zwei Päckchen Vanillezucker vermengen.
Die gekühlten Teigrollen nach und nach in ca. 1 bis 2 cm dicke Scheiben schneiden. Aus diesen Scheiben die Kipferl formen und nicht zu eng aneinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Im vorgeheizten Backofen bei 175 °C Umluft ca. 10 bis 15 Minuten backen. Wenn die Kipferl beginnen zu bräunen, sind sie gut.
Die Kipferl nun etwa 3 Minuten kühlen lassen. Dann von oben in die vorbereitete Zuckermischung tauchen. Sind sie jetzt noch zu warm, zerbrechen sie sehr leicht; sind sie zu kalt, haftet der Puderzucker nicht mehr gut. Am besten immer wieder probieren, ob sie schon fest genug sind. Die fertigen Kipferl komplett auskühlen lassen. In einer Blechdose zwischen Butterbrotpapier sind die Kipferl ca. 3 bis 4 Wochen haltbar.
Die Kibo-Redaktion wünscht Ihnen eine gesegnete Adventszeit!