Glückwunsch zum Jubiläum

Festtag für vier Geistliche

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Fünf Priester haben sich vor dem Hochaltar im Osnabrücker Dom versammelt
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Foto: Bistum Osnabrück / David Ebener

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Die Priesterjubilare mit Bischof Dominicus Meier OSB nach dem Gottesdienst: (von links) Alfons Strodt, Bischof em. Franz-Josef Bode, Bischof Dominicus, Ansgar Lüttel, Gerhard Gäde

Der emeritierte Bischof Franz-Josef Bode, die früheren Domkapitulare Ansgar Lüttel und Alfons Strodt sowie der ehemalige Theologieprofessor Gerhard Gäde haben im Osnabrücker Dom den 50. Jahrestag ihrer Priesterweihe gefeiert. Höhepunkt war eine Messe im Dom.

Bischof Dominicus Meier würdigte die Jubilare in seiner Predigt für ihren Dienst: „Ich danke euch im Namen von vielen Menschen in unserem Bistum Osnabrück für euren unermüdlichen Dienst am Wort des Lebens, den Ihr in euren je eigenen Lebensbezügen und Einsatzorten glaubhaft verkündet und vor allem gelebt habt.“ Als heutige Christen bauten wir auf Erfahrungen auf, die Menschen mit Gott und mit Jesus Christus gemacht hätten, so Bischof Dominicus. In diese Linie stellten sich auch die vier Priesterjubilare: „Es war und ist euch ein Herzensanliegen, das persönlich erfahrene Wort des Lebens weiterzuschenken und Menschen mit diesem Gott des Lebens in Verbindung zu bringen. In den 50 Jahren eures priesterlichen Dienstes seid ihr zu Hörenden und Verkündenden geworden, zu Menschen, die mit einer von Christus geprägten Lebenshoffnung unterwegs sind und andere begleiten“, so Bischof Dominicus. 

Franz-Josef Bode (74) wurde in Paderborn geboren und wuchs in Etteln nahe Paderborn auf. Am 13. Dezember 1975 empfing er in Paderborn die Priesterweihe. Anschließend war er als Vikar in der Gemeinde St. Antonius in Lippstadt tätig. Von 1977 bis 1983 war Franz-Josef Bode Präfekt im Erzbischöflichen Theologenkonvikt Paderborn. Die Fortsetzung seiner akademischen Studien in Bonn schloss er 1986 mit der Promotion ab. Im Anschluss wirkte er bis 1991 als Pfarrer der Kirchengemeinde St. Marien in Fröndenberg. Am 1. September 1991 empfing Bode in Paderborn die Bischofsweihe und wirkte dort fortan als Weihbischof. Am 26. November 1995 trat er sein Amt als Bischof von Osnabrück an. Am 25. März 2023 entsprach Papst Franziskus seiner Bitte, sein Amt niederzulegen. Als Gründe für den Rücktritt gab Bischof Bode damals seine angeschlagene Gesundheit und eigene Fehler im Umgang mit Missbrauchsfällen im Bistum Osnabrück an. 

Ansgar Lüttel (76) stammt aus Lingen und wurde am 15. November 1975 in Osnabrück zum Priester geweiht. Als Kaplan war er in Bersenbrück, Lübeck und Bremen (St. Johann) tätig. Ab 1987 leitete er dort die Gemeinden St. Hildegard und Herz Jesu, bevor er als Propst wieder nach St. Johann ging. 2004 folgte die Ernennung zum nichtresidierenden Domkapitular. 2008 wurde er zum Personalreferenten und stellvertretenden Generalvikar im Bischöflichen Generalvikariat in Osnabrück berufen. 2016 wählten Ansgar Lüttel die Mitglieder des Domkapitels zum Domdechanten, also zum Vorsitzenden des Domkapitels. Dieses Amt hatte er bis 2021 inne. Während seiner Zeit in Osnabrück war er außerdem lange Jahre Rektor des Priesterseminars und Beauftragter des Bischofs für die Seelsorge an den Priestern und Diakonen und den pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bistum. Im November 2024 schied er altersbedingt aus dem Domkapitel aus. 

Alfons Strodt (76) wurde in Osterbrock geboren und am 10. Oktober 1975 in Rom zum Priester geweiht. Seine Kaplansjahre verbrachte er in Rulle und Osnabrück (St. Antonius). Danach war er Bischöflicher Sekretär von Bischof Helmut Hermann Wittler. 1995 ging er als Pfarradministrator nach Haren-Altenberge und Haren-Erika, im Jahr 2000 dann als Pfarrer nach Nordhorn (St. Augustinus und St. Josef), bevor er 2005 Domkapitular wurde. Lange Jahre war er mit der Begleitung der Priester und der Ständigen Diakone in den ersten Dienstjahren und den Kontakten zu den verschiedenen Geistlichen Gemeinschaften im Bistum Osnabrück beauftragt; zudem war er für viele Menschen seelsorgerlich tätig. Die vergangenen Jahre war er Pastor in Heede, wo er auch weiterhin als Priester wirkt. Im November 2024 schied er altersbedingt aus dem Domkapitel aus. 

Gerhard Gäde (75) stammt aus Bremen. Die Priesterweihe empfing er am 15. November 1975 in Osnabrück und war anschließend bis 1983 im pastoralen Dienst des Bistums Osnabrück tätig, unter anderem von 1979 bis 1983 als Pfarrer in Liebenau (Landkreis Nienburg/Weser). 1987 wurde er in Frankfurt zum Dr. theol. promoviert. Von 1988 bis 1998 leitete er als Studentenpfarrer die Katholische Hochschulgemeinde in Osnabrück und war Lehrbeauftragter für Theologie an der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland in Osnabrück. 1998 bis 2008 lehrte er als Professor für Dogmatik an der benediktinischen Päpstlichen Hochschule Sant’ Anselmo in Rom. Von 2009 bis 2020 lebte er in München und unterrichtete als Privatdozent und später als außerordentlicher Professor an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Von 2020 bis 31. Januar 2025 war er Pastor in der Pfarrei St. Johann in Osnabrück tätig.