„Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Neue Veranstaltungsreihe zum Thema „Nachhaltiges Leben“ in Lingen

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Zwei junge Frauen stehen vor Bäumen und lächeln in die Kamera
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privat

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Marina Feld (l.) und Sophia Escher haben als pädagogische Mitarbeiterinnen bei der Katholischen Erwachsenenbildung und im Ludwig-Windthorst-Haus die Veranstaltungsreihe zum Thema Nachhaltigkeit organisiert.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“, heißt eine Veranstaltungsreihe des Lingener Ludwig-Windthorst-Hauses und der Erwachsenenbildung. Dabei geht es um Nachhaltigkeit. Die Organisatorinnen Marina Feld und Sophia Escher erklären die Hintergründe.

Was erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer?

Unsere Veranstaltungen bieten die Möglichkeit zum Austausch und geben Anregungen und praktische Tipps zu den Themen Umweltschutz, bewusster Konsum, Landwirtschaft und nachhaltige Energieformen. Einen Koffer mit praktischen Tipps zur Müllreduzierung und zum bewussten Leben hat Sandra Reichenberger als Leiterin des Unverpackt-Ladens dabei, die am 19. November ins Ludwig-Windthorst-Haus kommt.

Was steht im nächsten Jahr auf der Liste?

Das Thema Landwirtschaft. Da merken wir, dass es vor allem in der Diskussion um Fleischpreise und Tierhaltungsprüfungen Unterschiede gibt. David Fübbeker, Landwirt aus Freren-Suttrup, kommt mit uns ins Gespräch. Er wird uns zeigen, wie es auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aussieht, der versucht, rentabel zu wirtschaften, ohne die Tiere zu vernachlässigen.

Worum geht es noch?

Ein anderes Thema ist die Frage nach der richtigen Energiequelle für das Eigenheim. Für junge Erwachsene steht spätestens bei der Entscheidung, ein Haus zu kaufen oder zu bauen, die Frage im Raum: Wie heize ich künftig sinnvoll, bezahlbar und klimafreundlich? Deshalb kommen Christian Horstkamp als Klimaschutzmanager und Stefan Koors als Bereichsleiter Energietechnik der Stadtwerke Lingen, die uns an dem Themenabend „Welche Energie bringt mir was?“ verschiedene Richtwerte nennen. Beispielsweise, welche Heizlösungen langfristig geeignet sind, welche Chancen und Kosten verschiedene Energiearten mit sich bringen und was die kommunale Wärmeplanung für Eigentümerinnen und Mieterinnen bedeutet.

Wer kann mitmachen?

Wir wollen gezielt junge Erwachsene ansprechen, die ihren Alltag gerne nachhaltiger gestalten würden und dafür noch Tipps und Tricks suchen. Trotzdem ist dieses Angebot auf jeden Fall offen für alle Menschen, denn Nachhaltigkeit geht jede und jeden etwas an.

Warum ist der Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern mit Fachleuten bei diesem Thema wichtig?

Nur, wenn wir gemeinsam in den Austausch gehen und die Sache anpacken, kann es funktionieren. Das Statement, dass bereits mit kleinen Veränderungen unsere Umwelt langfristig gesichert werden kann, muss eben auch ständig wiederholt und in den Fokus gerückt werden. Schauen wir allein auf die Wetterverhältnisse und die dadurch entstehenden Veränderungen in Bezug auf die Ernte, merken wir, dass unsere Natur sich verändert. Deshalb sind verschiedene Akteure, wie der Naturschutzbund oder die Stadtwerke Lingen, involviert, um geballtes Fachwissen für den Umgang mit der Nachhaltigkeit zusammenzufügen.

Wie kann dann jeder von uns im Alltag auf einen bewussteren Konsum achten, ohne dass es kompliziert und teuer wird?

Für uns beginnt Veränderung bereits mit kleinen Anpassungen im Alltag – etwa durch den Kauf unverpackter Lebensmittel oder einen bewussteren Umgang mit Wasser. Besonders in den Bereichen Landwirtschaft, bewusster Konsum und nachhaltige Energieformen sehen wir Möglichkeiten, selbst etwas zu bewirken. Welche Maßnahmen tatsächlich entscheidend sind und welchen Einfluss unser Handeln haben kann, möchten wir in den geplanten Veranstaltungen gemeinsam kennenlernen und besser verstehen. Aus diesem Grund haben wir diese Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen.

Worauf freuen Sie sich?

Wir freuen uns darauf, Menschen verschiedener Altersgruppen und mit unterschiedlichen Wissensständen zusammenzubringen, um miteinander ins Gespräch zu kommen, Neues zu lernen und nachhaltige Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.

Was erhoffen Sie sich am Ende der Reihe?

Dass wir das Thema der Bildung, Nachhaltigkeit und Energie wieder weiter in den Vordergrund rücken konnten und durch immerwährende Veranstaltungen in die Entwicklung dieser Kategorien weitergehen können.

Petra Diek-Münchow

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