Was uns diese Woche bewegt

Warum ich die Zeitumstellung ignoriere

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Es ist jedes Jahr das gleiche Gefühl: Ist Ende Oktober die Zeit umgestellt, spüre ich die nahende Dunkelheit umso mehr. Vor allem an trüben Tagen will es gar nicht so richtig hell werden. Und dann rechne ich insgeheim die Zeit aus bis zur Wintersonnenwende kurz vor Weihnachten. Manches ist nur in der Dunkelheit möglich, Laternelaufen mit kleinen Kindern, den Glanz von Lichterketten genießen, aber ich bin ehrlich: Im Sommer bin ich besser drauf.

Zufällig wurde ich jetzt an einen Trick erinnert, der mir schon als Jugendlicher ein wenig geholfen hat, wenn die Tage kürzer wurden. Auf dem Weg in den (dunklen) Feierabend fiel mein Blick auf die Uhr im Display meines Fahrrads. Dabei fiel mir auf, dass ich den Zeitmesser noch gar nicht umgestellt hatte. Er stand noch auf Sommerzeit und brachte mich sofort dazu, von Helligkeit und Sommer zu träumen. Meine Schwester hatte mich vor Jahrzehnten auf diesen Trichter gebracht, also sie sich weigerte, in ihrem Auto die Uhr zurückzustellen.

Mag es jetzt auch jeden Tag noch etwas dunkler werden, bevor Weihnachten ist: Ich freue mich einfach auf den Tag, an dem es im Januar wieder heller wird. Und werde daran durch meine Fahrrad-Uhr erinnert. Wenn ich sie sehe, ist es so, als würde es in meinem Herzen leuchten. 

Und Sie? Haben Sie auch ein Rezept gegen die Dunkelheit? Dann verraten Sie es mir und schreiben Sie mir eine E-Mail.

Matthias Petersen