Anstoß 25/2025
Atemlos im Advent
Katholische Polizeiseelsorgerin in Mecklenburg-Vorpommern
Außerdem schreibt eine evangelische Kollegin, man wolle sich in ökumenischer Verbundenheit noch bis Jahresende treffen. Ich möge bitte meine freien Termine für Dezember schicken. Mein Atem geht schneller. „Was soll ich noch alles in diesen Advent packen?“
Oft fühle ich mich atemlos im Advent. Gar nicht besinnlich in dieser so schönen, zauberhaften Zeit des Wartens auf Weihnachten. Deshalb sage ich dieses Jahr öfter mal „Nein“. Zum Interview. Zum Bastelnachmittag Im Hort. (Ich bin meinem Mann sehr dankbar, dass er dorthin geht) Zur Päckchenaktion von der Schule.
Erfahrungsgemäß ist der Dezember voller beruflicher und privater Termine. Dabei bedeutet Advent doch etwas Anderes, oder? Warten. Zeit zur Besinnung auf das Wesentliche. Tolle Gottesdienste in meiner Kirche. Und eine große Vorfreude auf Heiligabend und die sich anschließenden Feiertage. Zwischen all dem Trubel versuche ich, darüber nachzudenken, was Jesu Geburt für mich bedeutet. Heute und hier:
Ein Geschenk. Etwas, das gleichzeitig so anders begann, als viele glaubten: Mit der Geburt in einer Krippe.
Ich wünsche mir, dass mein Atem dieses Jahr im Advent ruhig geht. Immer wieder jedenfalls. Dass ich offen werde für das, worum es in dieser Zeit wirklich geht: Sich der Geburt Jesu anzunähern. Diesem großen Wunder des Geschenkes eines kleinen Kindes. Des Sohnes Gottes. Der so eine wichtige Brücke für uns Menschen ist, um Gott und seine Liebe zu begreifen. Weil Jesus in besonderer Weise für die Nähe zu uns Menschen steht.