TAG DES HERRN auf dem Katholikentag 2024 in Erfurt

Katholikentag mit uns

Katholikentag in Erfurt

Foto: AdobeStock

Erfurter Christen haben sich auf die Katholikentagsgäste vorbereitet. Im Bild der Domplatz mit dem Mariendom und der Severi-Kirche.

Mit einem Begegnungsabend am 29. Mai beginnt der Katholikentag in Erfurt. Im eigenen Programmangebot des Gastgeber-Bistums ist auch der TAG DES HERRN vertreten.

Wo könnten ostdeutsche Bistümer noch fruchtbarer zusammenarbeiten? Wie engagieren sich katholische Einrichtungen gegen die wachsende Polarisierung der Gesellschaft? Und was erleben Katholiken, die sich als Christen bewusst nicht (nur) in der Kirche, sondern bei der Feuerwehr, als Schul-Elternvertreter oder in Bürgerinitiativen engagieren? Diese Fragen diskutieren TAG DES HERRN-Redakteure mit ihren Gesprächspartnern beim Katholikentag ab dem 30. Mai jeweils nachmittags von 14 bis 15.30 Uhr im St. Ursula-Haus am Erfurter Anger.

Zusammenarbeiten nur des Geldes wegen?

„Einigkeit macht stark“ heißt das Motto der Auftaktrunde am Donnerstag. Redaktionsleiterin Dorothee Wanzek trifft dort auf den Magdeburger Bischof Gerhard Feige, auf Generalvikar Manfred Kollig aus Berlin, eine Vertreterin der Caritas und den MDR-Senderbeauftragten Guido Erbrich. „Wo hat sich bistumsübergreifende Zusammenarbeit seit der DDR-Zeit bewährt?“, wird dabei unter anderem diskutiert. Es geht um Motive, die über allgegenwärtige Sparzwänge hinaus dazu bewegen, das Miteinander zu intensivieren und neue Felder der Kooperation zu erschließen und um unüberwindliche oder möglicherweise auch durchaus verrückbare Grenzen des Zusammenwirkens.

TAG DES HERRN-Redakteurin Ruth Weinhold-Heße spricht am Freitag mit der Leiterin des Katholischen Büros Sachsen, Daniela Pscheida-Überreiter, und mit Akteuren kirchlicher Einrichtungen darüber, wie sie die Veränderung des sozialen Klimas erleben. Sie fragt ihre Gesprächspartner, wie sie eine Kultur des Respekts fördern und ob sie der wachsenden Demokratieskepsis und -feindlichkeit etwas entgegenzusetzen haben.

Nicht immer erfahren Katholiken, denen es wichtig ist, sich als Christen in die Zivilgesellschaft einzubringen, aus ihren Kirchengemeinden dafür den Rückhalt und die Wertschätzung, die sie brauchen. Manche fühlen sich übersehen oder bekommen Vorwürfe über ihr fehlendes Engagement in Pfarreirat, Kirchenchor oder Kindergottesdienstkreis zu hören. In der Gesprächsrunde am Samstag will Redakteur Stefan Schilde ihr christliches Engagement sichtbar machen. Er lässt Christen erzählen, wie sie selbst ihre Rolle im Zusammenwirken mit engagierten Ungetauften wahrnehmen und welche Echos sie an ihren Einsatzfeldern bekommen.

Im Hof des St. Ursula-Hauses wird Willi Krug, der Leiter des TAG DES HERRN-Service-Teams, während des Katholikentags mit einem Informationszelt präsent sein.

„Wir werden uns viel zu verzeihen haben“

Bei einer der großen Podiumsveranstaltungen in der Reglerkirche tritt der Tag des Herrn am Freitag von 11 bis 12.30 Uhr als Mitveranstalter auf. „Christen und Nichtreligiöse im Dialog über Versöhnung“ lautet der Titel der von Claudia Nothelle moderierten Debatte mit dem Philosophen Professor Eberhard Tiefensee aus Leipzig, dem Leipziger Propst Gregor Giele, Sachsen-Anhalts Infrastrukturministerin Lydia Hüskens, dem Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland, Carsten Schneider, und der Journalistin Valerie Schönian. Inspiriert vom Ausspruch „Wir werden uns viel zu verzeihen haben“, den der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn auf der Höhe der Pandemie machte, schauen die Gesprächspartner die Unversöhnlichkeiten an, die aktuell manche gute gesellschaftliche Entwicklung blockieren. „Was können Christen dazu beitragen, dass Verletzungen heilen und Blockaden sich lösen?“, wird dabei eine zentrale Frage sein.

Dorothee Wanzek