Was uns diese Woche bewegt

Die Zeit meines Lebens

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1987 kam der Tanzfilm „Dirty Dancing“ in die deutschen Kinos. Und mit ihm ein Lied, das noch heute oft im Radion zu hören ist und das immer meine Laune hebt: „The Time Of My Life“ – die Zeit meines Lebens. Eigentlich fehlte den beiden Musikern, die das Lied damals komponierten, die Zeit für diesen Auftrag. Doch der Boss ihrer Plattenfirma prophezeite ihnen am Telefon: „Nehmt euch die Zeit, denn sie könnte euer Leben verändern.“ 

Und tatsächlich: „The Time Of My Life“ wurde für die wichtigste Szene des Films ausgewählt: für die Schlussszene, in der Patrick Swayze als unwiderstehlicher Tanzlehrer und Jennifer Grey in der Rolle der 17-jährigen Baby den Gästen eines Ferienclubs einen Tanz vorführen – und sich alle glücklich in den Armen liegen. Letztendlich wurden Film und Song zu Kassenschlagern. Und die späten 1980er Jahre waren irgendwie auch die Zeit meines Lebens – meine Jugendjahre, an die ich mich aus verschiedenen Gründen gern erinnere.

Wer von der Zeit seines Lebens schwärmt, meint oft die beste Zeit seines Lebens. Höchst individuelle Erfahrungen. Für die einen ist es die Jugend mit prägenden Momenten wie der ersten Liebe, für andere ist es die Studienzeit, die Hochzeitsreise, die Geburt der eigenen Kinder, ein längerer Auslandsaufenthalt, ein herausfordernder Pilgerweg oder ein Sabbatjahr. Oft verbunden mit dem Glücksgefühl, frei und selbstbestimmt leben zu können. 

Genau darum geht es auch in unserer diesjährigen Sommerserie. Unter dem Motto „Zeit meines Lebens“ erzählen Menschen von tiefgehenden persönlichen Erfahrungen. Locker, leicht und inspirierend. Sie finden die Beiträge ab sofort, Woche für Woche, hier auf unserer Homepage. Wir starten mit einer Geschichte über Flitterwochen im Zeltlager.

Anja Sabel