Segen to Go auf dem Harener Weihnachtsmarkt

Ein gutes Wort zum Mitnehmen

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Ein Kirchenaltar ist rot und blau beleuchtet.
Nachweis

Foto: Schwester M. Effata

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So sah die St. Martinus-Kirche bei der langen Nacht der Kirchen im September 2024 aus. Beim Segen to Go soll sie auch stimmungsvoll beleuchtet werden.

Auf dem Harener Weihnachtsmarkt gibt es ein neues Angebot: einen „Segen to Go“ in der St.-Martinus-Kirche. Gäste werden eingeladen, im Gotteshaus kurz zu verweilen und sich ermutigende Worte abzuholen.

Der „Emslanddom“ in Haren ist von innen besonders beleuchtet, er lädt zum Verweilen ein, um dem Trubel des Weihnachtsmarkts kurz zu entfliehen. Im Altarbereich wartet das Pastoralteam, ansprechbar „für was auch immer“, erzählt Pfarrer Tobias Kotte. Wer mag, kann ein Anliegen mitbringen: für sich selbst oder jemanden, der nicht da sein kann. Dann spricht das Team ein freies Segensgebet.

In Haren liegt der Weihnachtsmarkt direkt neben der St.-Martinus-Kirche. Was draußen passiert, lässt drinnen die Frage entstehen, was Kirche zum Weihnachtsmarkt beitragen kann: „Vielleicht geht da doch noch mehr.“, sagt Pfarrer Kotte. So möchte sich das pastorale Team der emsländischen Pfarreiengemeinschaft ins Programm einbringen, unkompliziert. Ganz neu ist die Idee zwar nicht, aber für Haren ist sie eine Premiere: „Das machen wir hier zum ersten Mal.“

Dass Menschen die Kirche aufsuchen, auch ohne einen Gottesdienst zu besuchen, ist nichts Neues. Im Sommer kommen viele Touristen und Radfahrer, um den St.-Martinus zu besichtigen. Auch da gab es Angebote, die Besucher zu einem kurzen Innehalten einzuladen: eine Wand, auf die jeder mit Klebezetteln Gedanken, Worte oder Fürbitten hinterlassen konnte. „Da mussten wir regelmäßig die Wand wieder freimachen, damit Platz für Neues geschaffen wurde.“ Außerdem wurde eine „Haltestelle“ konzipiert: eine Bank mit Haltestellenschild, auf der die Besucher kurz eine Pause machen können und sich einen Zettel mit einem Gedanken mitnehmen können.

Aber warum passt ein Segen in die Atmosphäre des Weihnachtsmarktes? Zwischen Musik, Glühwein und Geselligkeit? Für Tobias Kotte liegt die Antwort im Segen selbst. Das lateinische Wort für Segen, Benedicere, „heißt ja nichts anderes als etwas Gutes zu sagen“. Eine Ermutigung, einen Trost, ein gutes Wort kann für niemanden schädlich oder schlecht sein, sagt er. „Es ist einfach eine Hilfe, besser leben zu können.“

Anton Kensbock

Segen to Go in der St.-Martinus-Kirche in Haren:

Donnerstag, 4.12., 16.00 bis 17.30 Uhr: Kaplan T. Pfarrer

Freitag, 5.12., 16.00 bis 17.30 Uhr: Kaplan T. Pfarrer

Samstag, 6.12., 14.00 bis 16.00 Uhr: Pfarrer F. Rosemann

Sonntag, 7.12., 14.00 bis 16.00 Uhr: Schwester M. Effata

Sonntag, 7.12., 16.00 bis 18.00 Uhr: Pfarrer T. Kotte

Weitere Informationen unter etwah.de/#aktuelles

Einen Segen to Go wird auch beim Osnabrücker Weihnachtsmarkt angeboten.

Mehr Informationen zur Segnung in Osnabrück hier.