Was uns diese Woche bewegt

Leise österliche Hoffnung

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Krisen, Kriege, Terroranschläge, Umweltzerstörung, politischer Rechtsruck – der Welt geht es so schlecht wie noch nie, und in Zukunft wird alles noch schlimmer. Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn wir uns in den Medien über den Zustand der Welt informieren. 

Menschen tendieren dazu, negativen Schlagzeilen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als positiven. Das geht mir ähnlich. Und danach fühle ich mich gestresst, demotiviert, hilflos, entmutigt. Aber die Realität ausblenden – auch keine Option. Deshalb genehmige ich mir ab und zu eine Dosis „good news“, also gute Nachrichten und inspirierende Geschichten. Zum Glück habe ich es auch in meinem Berufsalltag oft mit „good news“ zu tun. Wie zuletzt in einem Interview über die „Kar- und Ostertage für alle“ in Haus Ohrbeck. Angesprochen hat mich vor allem das Motto: „da kommt noch was“. 

Da kommt noch was – natürlich kann ich das auch pessimistisch sehen: Oh Gott, was kommt denn da noch alles auf mich zu? Ich kann es aber auch als Frage formulieren: Kommt da noch was? Ein Leben nach dem Tod zum Beispiel? Bestenfalls erkenne ich die leise Hoffnung in diesem Satz: dass auch in schwierigen, vielleicht sogar ausweglos wirkenden Situationen neue Wege entstehen – auch wenn ich sie noch nicht sehen kann. 

„Da kommt noch was“ ist ein wunderbares Osterthema. Denn Ostern erinnert uns daran, dass das Leben weitergeht – auch nach dem Bruch, nach dem Zweifel, nach dem Tod. Und es lädt ein, mit Hoffnung und offenen Augen durch die Welt zu gehen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein frohes Osterfest!

Anja Sabel