104. Katholikentag in Würzburg

Mutig und laut mitmischen

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Katholikentag
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Foto: kna-bild

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Das Motto des Katholikentages prominent platziert auf der Alten Mainbrücke.

Der 104. Katholikentag vom 13. bis 17. Mai in Würzburg fordert mit aktuellen Themen heraus. Auch die drei Nordbistümer sind auf der Kirchenmeile und bei Podiumsdiskussionen mit dabei.

Das Leitwort könnte klarer kaum sein: „Hab Mut, steh auf!“ Der Katholikentag in Würzburg fordert auf – zum Hinsehen, wo andere wegsehen, zum Handeln, wo andere schweigen, zum Mitgestalten, statt abzuwarten. ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp, Vorsitzende der Katholikentagsleitung erklärt es so: „Der Katholikentag will Menschen Mut machen, ihrem Glauben zu folgen. Wir stellen uns gegen Hass und Hetze, die das Klima in unserem Land zu vergiften drohen. Es ist christliches Profil, wenn wir sagen: Nicht mit uns!“

Rund 700 Veranstaltungen erwarten die Teilnehmer am Himmelfahrtswochenende: spannende Diskussionen, Workshops, Konzerte, Theater, viele Begegnungen und spirituelle Angebote in der Stadt und am Main. Mittendrin auf der Kirchenmeile: die drei norddeutschen Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück mit ihren Angeboten. Im Gemeinschaftszelt am Mainufer präsentieren sie sich gemeinsam mit dem Bistum Münster, schaffen Begegnung und Austausch. Alles rund um das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“. 

Magnettafel, Puzzle und „Segen to go“

Jedes Bistum hat dazu Aktionen geplant. So lässt sich beim Erzbistum Hamburg an einer großen Magnettafel spielerisch entdecken, wie vielfältig das Engagement im nördlichsten Bistum Deutschlands ist. Das Motto: „Katholisch im Norden – für das Wir!“ Ein Puzzle lenkt den Blick auf eine besondere Partnerschaft: 30 Jahre Verbundenheit mit dem Bistum Iguazu in Argentinien. Erzbischof Stefan Heße besucht den Stand am Freitag, 15. Mai, um 13 Uhr – und steht für Gespräche bereit.

Beim Bistum Osnabrück gibt es einen „Segen to go“. Unter dem Motto „Glauben macht’s möglich“ stehen Vertreterinnen und Vertreter des Bistums im Kirchenzelt für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Auch Bischof Dominicus und Weihbischof Johannes Wübbe sind vor Ort – der Bischof besucht den Stand des Bistums am Freitag, 15. Mai, ab 16 Uhr – und freut sich auf viele Begegnungen.„Zukunftsräume. 

Vielfältig, lebendig, schöpfungsgerecht“ – so lautet das Motto beim Bistum Hildesheim. Es soll zeigen: Gemeindeleben neu zu denken ist kein Schreckgespenst, sondern eine Chance. Handreichungen zu Kirchenschließungen, kreative Praxisbeispiele, Impulse für zukunftsfähige Gemeindestrukturen gibt es am Hildesheimer Stand. „Wir wollen gemeinsam überlegen, was man zukünftig tun kann, Begegnung ermöglichen“, erklärt Marion Kaiser von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bistums. Bischof Heiner Wilmer kommt am Donnerstag, 14. Mai, um 15.30 Uhr zunächst an den Hildesheimer Stand, bevor er anschließend am Stand des Bistums Münster zu sprechen ist.

Im Zentrum der inhaltlichen Debatten des Katholikentages stehen Themen, die drängen: Frieden und Gerechtigkeit, Klimaschutz, soziale Verantwortung, gesellschaftlicher Zusammenhalt – und nicht zuletzt die Frage, wie sich Kirche erneuern muss, um relevant zu bleiben. Auch hier mit dabei: prominente Vertreter der Nordbistümer. So debattiert Bischof Heiner Wilmer auf verschiedenen Podien über Fake News, über befähigende Berufsbildung als Türöffner zur Arbeitswelt und über die Zukunft des Synodalen Weges. Darüber hinaus feiert der Vorsitzende der Bischofskonferenz den Schlussgottesdienst am Sonntag unter dem Motto „Hab Mut, steh auf ... und geh!“

Flucht, Migration und Integration

Als Flüchtlingsbischof diskutiert Erzbischof Stefan Heße auf einem Podium zum Thema „Flucht Migration, Integration“ und beteiligt sich an einer Fishbowl-Veranstaltung mit der Willkommenskultur in Deutschland und der Frage „Wer darf zu uns kommen?“. „Hab Mut, steh auf!“, das ist wahrlich kein bequemes Motto. Wer nach Würzburg kommt, der wird nicht nur unterhalten oder informiert. Er wird herausgefordert.

Astrid Fleute

Veranstaltet wird der Katholikentag vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)  gemeinsam mit dem gastgebenden Bistum – in diesem Jahr Würzburg. Das aktuelle Programm und alle weiteren Informationen stehen im Netz unter www.katholikentag.de