Bischöfe aus Niedersachsen und Bremen

Segenswünsche zum jüdischen Neujahrsfest

Image
Ein Bischof und zwei Vertreter der jüdischen Gemeinde
Nachweis

Foto: Bistum Osnabrück/Thomas Arzner

Caption

Gute Kontakte: Der Osnabrücker Bischof Dominicus Meier zu Besuch in der jüdischen Gemeinde Osnabrück im März 2025. Rechts Kantor Baruch Chauskin, links Rabbiner Michel Kohn

Anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes Rosch Haschana (12. und 13. September) bekräftigten die katholischen Bischöfe in Niedersachsen und Bremen in einem gemeinsamen Grußwort ihre Verbundenheit mit ihren jüdischen Geschwistern und übermittelten herzliche Grüße und Segenswünsche für das neue Jahr. Außerdem hat sich Weihbischof Martin Marahrens, Diözesanadministrator des Bistums Hildesheim, mit einem Brief an die jüdischen Gemeinden gewandt.

„Ich bin zutiefst dankbar für die guten und freundschaftlichen Beziehungen, die an so vielen Orten im Gebiet des Bistums Hildesheim zwischen Jüdinnen und Juden sowie Christinnen und Christen bestehen. Der jüdisch-christliche Dialog ist für mich Ausdruck einer tiefen geistlichen Verbundenheit sowie der gemeinsamen Verantwortung für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie“, schreibt Marahrens.

Er geht in seinem Schreiben auch auf die Umbruchsituation im Bistum Hildesheim durch den Weggang von Bischof Wilmer ein: „Übergangszeiten gehen bisweilen auch mit einer gewissen Unsicherheit einher. Umso wichtiger ist es mir, bewusst die Verbundenheit mit Gott, untereinander und mit unseren Dialogpartnerinnen und -partnern zu stärken. Dafür will ich mich in den kommenden Monaten besonders einsetzen“, betont der Weihbischof.

Im Grußwort von Marahrens und seinen Amtskollegen, dem Osnabrücker Bischof Dominicus Meier und Weihbischof Wilfried Theising, Bischöflicher Offizial im Offizialatsbezirk Oldenburg, werden ebenfalls die guten und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Jüdinnen und Juden sowie Christinnen und Christen hervorgehoben. „Sie sind Frucht eines Weges, auf dem Vertrauen gewachsen und gegenseitiges Verständnis vertieft worden sind. Gerade in einer Zeit, in der Polarisierungen, religiöse Vorurteile und Antisemitismus wieder in einem erschreckenden Maße zunehmen, bleibt die Begegnung zwischen unseren Glaubensgemeinschaften von besonderer Bedeutung.“

Mit der Grußbotschaft wollen die Bischöfe ihre Verbundenheit zum Ausdruck bringen: „Gemeinsam sind wir berufen, für die Würde eines jeden Menschen einzutreten, Gerechtigkeit und Frieden zu fördern und Hoffnung in einer allzu oft von Unsicherheit und Krisen geprägten Zeit zu stärken. Unsere religiösen Traditionen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Brücken zwischen Menschen zu bauen und Vertrauen, Respekt sowie Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken.“

 

Rosch Haschana, das jüdische Neujahrsfest, fällt nach gregorianischem Kalender im Jahr 2026 auf den 12. und 13. September. Mit diesem Fest feiern Jüdinnen und Juden den Beginn des Jahres 5787, denn die jüdische Jahreszählung beginnt mit der Schöpfung der Welt, die nach rabbinischer Tradition im Jahr 3761 vor unserer christlichen Zeitrechnung stattgefunden hat.