Vor allem wegen der Ukraine

Spenden auf Rekordniveau

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Flüchtlinge stehen an einer Grenze
Nachweis

Foto: imago imges/Christian Thiel

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Flüchtlinge stehen an einer Grenze. Foto: imago imges/Christian Thiel

Die Freude ist groß, dass die Menschen im Nordwesten Niedersachsens im vergangenen Jahr so viel Geld wie noch nie für die internationale Arbeit der Caritas gegeben haben. Der Grund dafür ist traurig: der Krieg in der Ukraine.

Mit einer Rekordsumme haben Spenderinnen und Spender aus dem Bistum Osnabrück im Jahr 2022 Caritas International unterstützt: Beinahe zwei Millionen Euro sind aus dem Nordwesten Niedersachsens überwiesen worden, um international Menschen in Not zu helfen. Das teilte die Caritas jetzt mit. Diözean-Caritasdirektor Johannes Buß zeigte sich beeindruckt und dankbar: „Die enorme Hilfsbereitschaft ist überwältigend groß. Ich sage ganz herzlich Danke schön für die vielen und großzügigen Spenden!“ 

Im Vergleich zu 2021 hat sich die Spendensumme mehr als verdreifacht. Damals hatten 2344 Personen insgesamt 616 734 Euro gespendet. Im Jahr 2022 brachten 5664 Spender fast 1,92  Millionen Euro auf. 
Alexandra Franke, Referentin für Caritas International bei der Osnabrücker Caritas, erläutert die Hintergründe: „Mit Abstand die meisten Spenden sind für die Opfer des Ukrainekriegs eingegangen. Dafür haben die Menschen aus unserem Bistum mehr als 1,3 Millionen Euro gespendet. Der Krieg und die furchtbare Not haben sehr viele Menschen bewegt zu helfen. Damit erklären wir auch den enormen Anstieg der Spenden.“ 

Notunterkünfte an den Grenzen eingerichtet

Mit den Spenden werden vielfältige Hilfen finanziert. Alexandra Franke nennt zwei Beispiele: „In den ersten Kriegsmonaten sind viele Ukrainer in die Nachbarländer geflüchtet. An den Grenzübergängen in Polen hat die Caritas Notunterkünfte errichtet und die Geflüchteten mit Bussen zu Angehörigen oder nahegelegenen Bahnhöfen gefahren.“ In Moldawien, dem ärmsten Land Europas, unterstützt die Caritas Flüchtlinge mit Unterbringungsmöglichkeiten und psychosozialer Notfallbetreuung. „Gleichzeitig arbeiten die Kollegen vor Ort mit den Aufnahmegemeinden zusammen, um schnell freie Wohnungen für die Geflüchteten zu finden, die auch längerfristig zur Verfügung gestellt werden können“, so Franke. Wer mehr erfahren möchte, wie mit den Spenden geholfen wird, findet viele Berichte auf der Homepage von Caritas International. Internet: www.caritas-international.de

Spendenkonto: Caritas International 
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02