Aufruf der Freien Wohlfahrtspflege

Wählen gehen für die Zukunft Europas

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Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege ruft dazu auf, an den Europawahlen am Sonntag teilzunehmen. „Europa steht vor vielen Herausforderungen: von Migration bis Klimawandel, von Armut bis Digitalisierung“, sagt der Vorsitzende Franz Loth. „Wir müssen gemeinsam in Europa Lösungen finden – so dringend wie noch nie.“


„Wir müssen gemeinsam in Europa Lösungen finden",
sagt Franz Loth, Vorsitzender der Landesarbeits-
gemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Foto: Caritas

Der Wahlsonntag, so Loth, sei ein entscheidender Tag für den sozialen Zusammenhalt in der Europäischen Union. Die Freie Wohlfahrtspflege beteilige sich seit Jahrzehnten aktiv an der Gestaltung eines sozialen Europas. „Wir setzen uns dafür ein, dass mit europäischen Fördergeldern die Armut bekämpft wird und dass die Bevölkerung in den unterschiedlichen städtischen und ländlichen Regionen mit sozialen Dienstleistungen versorgt wird.“ Außerdem setzten Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft europäische Förderungen ein, um Menschen bei der gesellschaftlichen und beruflichen Integration zu unterstützen.

Allerdings sei seit der letzten Wahl vor fünf Jahren das soziale Klima in Europa ein anderes geworden, sagt Loth. Auch in Deutschland sei zu beobachten, wie versucht werde, die Gesellschaft zu spalten und die Demokratie infrage zu stellen: „Das dürfen wir als verantwortliche Bürgerinnen und Bürger nicht zulassen. Daher müssen wir alle Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder in diesem Europa übernehmen und diese Zukunft wählen.“

In der Landesarbeitsgemeinschaft sind die sechs niedersächsischen Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen: Neben der Arbeiterwohlfahrt sind dies die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, das Diakonische Werk, der Paritätische Wohlfahrtsverband und die Jüdische Wohlfahrt. Damit repräsentiert die Arbeitsgemeinschaft nach eigenen Angaben rund 6000 soziale Einrichtungen mit mehr als 230 000 hauptamtlich Beschäftigten und über 500 000 Ehrenamtlichen. (kb)