Neues Kochbuch des Bonifatiuswerks
Wie schmeckt der Norden?
Foto: Erzbistum Paderborn/Besim Mazhiqi
Präsentieren das neue Kochbuch des Bonifatiuswerkes (von links): Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen (Hg.), Erzbischof Julio Murat, Apostolischer Nuntius in den skandinavischen Ländern, der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Bonifatiuswerk-Redakteurin Theresa Meier (Hg.), Bischof Erik Varden, Vorsitzender der Nordischen Bischofskonferenz, und Bischof David Tencer (Island)
In diesem Buch steckt großer Genuss aus dem Norden - und dahinter stehen ganz viele persönliche Geschichten. Die meisten davon beginnen mit dem Freiwilligendienst des Bonifatiuswerks: Im „Praktikum im Norden“ verbringen junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren sechs bis elf Monate in Nordeuropa oder im Baltikum. Sie leben in einer anderen Kultur, arbeiten in kirchlichen und sozialen Einrichtungen und werden Teil einer internationalen Gemeinschaft. Dabei entstehen Freundschaften, gemeinsame Mahlzeiten und Erinnerungen, die bleiben. Einige davon finden sich nun auf den Seiten von „Taste the North“ wieder – in Rezepten, die von WG-Küchen und Kirchenkaffees, von neuen Begegnungen und einem Stück Heimat auf Zeit erzählen.
aus einem gedeckten Tisch kann Gemeinschaft wachsen

„Mit diesem Kochbuch möchten wir mehr als Rezepte weitergeben. Es erzählt davon, wie aus Begegnungen mit Menschen, Kulturen und neuen Lebenswelten etwas Verbindendes entstehen kann“, sagt Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen, der gemeinsam mit Bonifatiuswerk-Redakteurin Theresa Meier das Kochbuch herausgegeben hat. „Wer miteinander kocht, isst und teilt, kommt miteinander ins Gespräch. So kann ein fremder Ort ein Stück vertrauter werden. Und aus einem gedeckten Tisch kann Gemeinschaft wachsen“, ergänzt Monsignore Austen.
Rezepte von Bischof und Botschafterin
Für zusätzliche kulinarische Einblicke sorgen Lieblingsrezepte von Projektpartnern und Persönlichkeiten aus den Einsatzländern des Bonifatiuswerkes. Der isländische Bischof David Tencer steuert beispielsweise ein unkompliziertes Alltagsgericht mit Räucherlachs bei. „Wir müssen essen – das gehört zum Alltag. Aber der schöne Moment ist natürlich, wenn man gemeinsam das Essen zubereitet und anschließend miteinander am Tisch sitzt“, sagt er. Für ihn sei Kochen dabei weniger eine Leidenschaft als eine Notwendigkeit: Wenn am Wochenende niemand im Bischofshaus zum Kochen da sei, stehe er gemeinsam mit den anderen Priestern selbst am Herd. Gerade deshalb findet Tencer das Kochbuch interessant: „Die Rezepte kommen aus vielen verschiedenen Ländern und die Menschen, die sie beigesteuert haben, sind keine professionellen Köche. Aber wir alle kochen und genau das verbindet uns.“ Ein katholisches Gemeindemitglied aus Grönland stellt ein traditionelles Suaasat-Rezept vor. Die schwedische Botschafterin in Deutschland, Veronika Wand-Danielsson, ist mit einem fruchtigen Blaubeerkuchen vertreten.
wir alle kochen und genau das verbindet uns
Ergänzt werden die Rezepte durch kurze Länderinformationen zu Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island, Estland und Lettland und einen geistlichen Impuls über Gastfreundschaft, Gemeinschaft und den gemeinsamen Tisch. Dabei geht es um mehr als die Frage, was in den sieben Ländern gegessen wird. Das Buch erzählt von einer jungen, internationalen katholischen Kirche im Norden Europas, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen und eine Beheimatung finden.
Das Kochbuch „Taste the North“ ist für 9,95 Euro im Shop des Bonifatiuswerkes erhältlich.