Beitrag zum TAG DES HERRN-Wettbewerb zum Jubiläum

Neue Glocken für Schmölln

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Schwarz-Weiß-Aufnahme von drei Glocken, die geschmückt vor einer Kirche stehen
Nachweis

Bilder: Privat

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Die ursprünglichen Glocken der Schmöllner Kirche „Maria Immaculata“ bei ihrer Segnung.

Nur noch eine von ehemals drei Glocken läuten in der Schmöllner Kirche „Maria Immaculata“. Das soll sich ändern, finden die Mitglieder des Glockenvereins. Sie wollen Gottes Liebe hörbar machen.

Entwurf eines Glockenstuhls für vier GlockenEinen Kirchturm sieht man weit. Man erwartet darin ein vielstimmiges Geläut. Während ich diese Zeilen zu schreiben beginne, begleitet mich das Abendläuten der benachbarten Kirche „Maria Immaculata“. Ein kurzes Innehalten beim Glockenklang. Es ist der Klang der einen Glocke, die alle Läuteanlässe bedienen muss. Freudige und traurige. Sie ist die kleinste eines ehemals stolzen Geläuts. Zwei wurden im letzten Krieg eingeschmolzen. Soll Maria, so heißt diese Glocke, ewig alleine bleiben? Nein! Ohne viel Federlesen gründeten Gemeindemitglieder und Freunde der Gemeinde zum 100. Weihejubiläum der Glocken einen Verein, um der Marienglocke wieder Geschwister zur Seite zu stellen. Gottes Liebe soll vielstimmig vom Turm zu hören sein.

Eine der wichtigen Fragen, neben Geld, Technik und Organisation, war: Wer soll neben der Marienglocke Gottes Liebe klingend der Stadt verkünden? Es gäbe der Heiligen und Engel viele, die sich als Namenspatrone eignen. Die Ortsgemeinde hat heilige Frauen ausgewählt: Elisabeth von Thüringen, Hedwig von Schlesien und Agnes von Böhmen. Wenn dieses Geläut erklingen wird, können unsere Gedanken weit hinaus, bis in die Wurzelregionen vieler Gemeindemitglieder schweifen.

Und das weibliche Glockenquartett bewirkte ein weiteres: Unsere Kirche auf dem Schmöllner Lindenberg würde dann zu einer wahren Frauenkirche. Ihr Patronat „Maria Immaculata“ und die Glocken Maria, Elisabeth, Hedwig und Agnes machten sie dazu. Vermutlich ist das einmalig in der Welt.

Aus sieben der 16 deutschen Bundesländer sind bisher Spenden für das Projekt eingegangen. Und ja, wir müssen noch sammeln. Aber wir fangen schon an, zu bauen. Jetzt! Es wird Zeit! Wir wollen endlich lauschen können. Weil mancher Gottes Liebe mit den Ohren fühlt ... und Frauen, habe ich mir sagen lassen, soll man besonders gut zuhören.

// Berthold Hofmann für den Glockenverein „Maria Immaculata“, Schmölln

Logo zu einem Wettbewerb TAG DES HERRN-Wettbewerb: 
Gottes Liebe sichtbar machen

Unser Wettbewerb zeigt Projekte von Ehrenamtlichen, die Gottes Liebe in ihrer Region sichtbar machen. Wir haben ganz unterschiedliche Einsendungen erhalten und stellen diese vor. Noch bis 31. Oktober können Sie uns einen Text (2000 Zeichen) und Bilder zukommen lassen. Ab 8. November können unsere Leserinnen und Leser für vier Wochen abstimmen. Den drei Siegern winkt natürlich ein Preis.

Alle Infos; weitere Einsendungen und Nachfragen: tdh@st-benno.de (Betreff: Tag des Herrn-Wettbewerb)