Caritas-Zeltsammelaktion auf dem Reggae Jam Festival
Aufräumen für einen guten Zweck
Foto: Katrin Kolkmeyer
Nicht immer ganz Intuitiv: Der Abbau von Campingzelten. Doch mit guter Laune und Geduld klappt es.
Müllberge, Matsch und Menschenmengen. Das verbinden viele mit dem Abreisetag nach Festivals, doch fast nichts davon lässt sich nach dem Reggae Jam Festival in Bersenbrück finden. Allerdings haben einige Reggaefans ihre gut erhaltenen Zelte und weiteres Campingmaterial zurückgelassen. Die Caritas für die Stadt und den Landkreis Osnabrück sammelt mit Ehrenamtlichen jedes Jahr Zurückgelassenes, um es an obdachlose Menschen in Bersenbrück weiterzugeben.
Fast 40 Zelte, Isomatten, Schlafsäcke, Luftmatratzen und Decken sind so zusammengekommen. Doch viel Arbeit steht noch an: Decken und Schlafsäcke müssen gewaschen werden, die Zelte müssen aufgebaut, gereinigt und, wenn nötig, geflickt werden. Bei den vorigen Aufräumaktionen hat die Osnabrücker Jugendfeuerwehr dabei mitgeholfen. Organisatorin Mareike Wübbel hofft, die Jugendfeuerwehr auch in diesem Jahr gewinnen zu können. Für die Caritas lohnt sich der Aufwand: „Zwei Stunden haben wir auf dem Platz investiert und mehr Spenden erhalten als das, was in einem Jahr in der Beratungsstelle abgegeben wird“, sagt sie.
Nach der Überprüfung und der Reinigung gehen die Sachspenden an die Caritas-Beratungsstelle in Bersenbrück, wo sie unkompliziert an bedürftige Menschen ausgegeben werden. Zum vierten Mal findet die Aufräumaktion „Clean up for good“ („Aufräumen für den guten Zweck“) nach dem Reggae Jam Festival statt. Mittlerweile kommen die Festivalgänger auch von sich aus auf die Ehrenamtlichen zu, um Spenden abzugeben. „Von den Festivalbesuchern sind wir sehr gelobt und bestärkt worden“, resümiert Wübbel. Außerdem werden mit der Aktion Ressourcen geschont und Abfall wird verhindert: „Wir helfen, den Festivalmüll zu vermeiden, und geben Brauchbares direkt weiter an Bedürftige, die das dringend benötigen. Für sie ist das eine Lebensgrundlage.“