Wichtige Ereignisse im Bistum Osnabrück

Jahresrückblick 2025

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Priesterweihe 2025
Nachweis

Foto: bpo/Thomas Osterfeld

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Bischof Dominicus Meier weihte am Samstag vor Pfingsten Torsten Pastor zum Priester. Vorerst wird es im Bistum Osnabrück keine weiteren Priesterweihen geben.

Der Dom muss wochenlang schließen, Jugendbildungsstätten protestieren gegen Kürzungen, viele Ehrenamtliche gewinnen Preise: Das Jahr 2025 war im Bistum Osnabrück wieder ereignisreich. Eine Übersicht:


Januar

Sternsinger unterwegs: Die niedersächsische Landtagspräsidentin Hanna Naber begrüßt rund 40 Sternsingerinnen und Sternsinger aus dem Bistum Osnabrück im Landtag in Hannover. Beim Sternsingerempfang im Bundeskanzleramt vertreten Maximilian (13), Daniel (14), Sara (12) und Paula (12) sowie Begleiterin Daniela Steinforth aus der Pfarreiengemeinschaft Salzbergen und Holsten-Bexten in Salzbergen das Bistum.

Bischofsbesuche: Bischof Dominicus Meier setzt seine Dekanatsbesuche fort. Im Januar geht es – nach Bremen und Ostfriesland – ins Dekanat Osnabrück-Süd. Bei seiner Amtseinführung im September 2024 hatte der Bischof angekündigt, alle zehn Dekanate zu besuchen – um einen Eindruck von der Vielfältigkeit des Bistums zu bekommen und um möglichst vielen Menschen zu begegnen. 

Domsanierung
Dombaumeisterin Sara Pohlmann informierte über die Domschließung. Die gesamte Beleuchtung musste erneuert werden. Foto: Bistum Osnabrück/Thomas Arzner

Dom geschlossen: Wegen umfangreicher Arbeiten an Beleuchtung und Elektrotechnik bleibt der Dom mehrere Wochen bis Aschermittwoch geschlossen. 

Kein gutes Zeugnis: Zu langsam, intransparent, wenig wertschätzend. So beurteilt der Betroffenenrat Nord in einem Jahresrückblick die Aufarbeitung sexueller Gewalt in den Bistümern Hildesheim, Osnabrück und Hamburg. Vor allem Hamburg steht in der Kritik. Dort, so heißt es, „kommen wir insgesamt am wenigsten voran – die Kontakte mit der erweiterten Bistumsleitung sind recht konfrontativ und wenig wertschätzend“.

Februar

Neuerungen in der Bistumsleitung: Die Führungsspitze des Bistums Osnabrück stellt sich neu auf: Bruno Krenzel, bisher Teil der Leitung des Seelsorgeamts, übernimmt die neue Funktion des Bevollmächtigten des Generalvikars. Er ergänzt damit die engere Bistumsleitung um Bischof Dominicus Meier und Generalvikar Ulrich Beckwermert. Eine weitere Veränderung im Bischöflichen Generalvikariat: Martina Kreidler-Kos, bisher gemeinsam mit Krenzel Teil einer Doppelspitze, leitet die Abteilung Seelsorge im Bistum Osnabrück nun allein. 

Protest gegen Kürzungen: Die drei katholischen Jugendbildungsstätten im Bistum Osnabrück wehren sich gegen geplante Kürzungen. Sie fürchten um ihre Existenz und rufen zum Protest auf: Artikel hier nachlesen

Bistumshaushalt mit Problemen: Mit einer „roten Null“ präsentiert das Bistum Osnabrück seinen Haushalt für 2025. Trotz eines Gesamtvolumens von 203 Millionen Euro gelingt der Ausgleich nur durch eine Entnahme von 3,4 Millionen Euro aus den Rücklagen. „Große Haushaltsdisziplin“ sei notwendig gewesen, sagt Finanzdirektorin Astrid Kreil-Sauer bei der Vorstellung der Zahlen. Ein Hauptproblem bleibt der Rückgang der Kirchensteuereinnahmen. Austritte und die demografische Entwicklung setzen dem Bistum zu. Die Eigenkapitalreserven schrumpften: von 148,6 Millionen Euro im Jahr 2018 auf nur noch 54,1 Millionen Euro in 2023. 

Aufruf zum Wählen: Zwei Wochen vor der Bundestagswahl rufen die evangelischen und katholischen Kirchen in Niedersachsen und Bremen erstmals gemeinsam zur Teilnahme an der Wahl auf. Auch die ehrenamtlichen Vorsitzenden vieler Leitungsgremien der Kirchen unterstützen das Votum. Seit Anfang Januar läuft eine gemeinsame Kampagne der Kirchen zur Bundestagswahl unter dem Motto „Für dich: Mit Herz und Verstand“. Daran angelehnt appellieren die Kirchenvertreterinnen und -vertreter an „alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, ihr Wahlrecht auszuüben und mit Herz und Verstand demokratisch zu wählen“. 

Runder Tisch Religionen
Runder Tisch der Religionen erstmals mit Bischof Dominicus Meier. Foto: Bistum Osnabrück/Thomas Arzner

Bischof trifft Religionsvertreter: Der „Runde Tisch der Religionen Osnabrück“ trifft sich erstmals mit Bischof Dominicus Meier. An der Sitzung dieser interreligiösen Initiative auf Stadtebene nimmt auch Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter teil. Sie würdigt dabei den Ansatz des Runden Tisches, im Gespräch die Gemeinsamkeiten der Religionen in den Vordergrund zu stellen. Das sei ein wesentlicher Beitrag für den Zusammenhalt in der Stadt.

Auszeichnung: Die Meppener Marienhausschule wird ausgezeichnet für ihr Engagement bei der Verlegung neuer Stolpersteine. Die kleinen Gedenktafeln erinnern an Menschen, die in der NS-Zeit verfolgt, deportiert und ermordet worden sind.

Orgel wieder einsatzbereit: Die Orgel in der Pfarrkirche St. Johann in Osnabrück ist nach dreijähriger Bauphase fertiggestellt. Dies nimmt Kirchenmusikdirektor Christian Joppich zum Anlass, das Instrument in mehreren Konzerten und Veranstaltungen während einer Orgelfestwoche der Öffentlichkeit vorzustellen.

März

Kirchliches Lob für donum vitae: Seit 25 Jahren begleiten die Beratungsstellen von donum vitae in Niedersachsen schwangere Frauen in Konfliktsituationen. Nach schwierigen Jahren gibt es auch von Seiten der katholischen Kirche Lob und Anerkennung für den Einsatz für den Lebensschutz.

Kritische Kunst in der Fastenzeit: Seit 15 Jahren zeigt die ökumenische Malgruppe der Barnstorfer Fastentücher kritische Kunst in der Kirche. Seit 2011 bestellt die Kirchengemeinde St. Barbara und Hedwig kein Hungertuch bei Misereor, sondern verhängt ihren Altar von Aschermittwoch bis Ostern mit selbst gemalten Tüchern. Initiator Reinhard Börger ist zum letzten Mal dabei.

Traumkirche
So sieht eine Traumkirche aus Kindersicht aus: Für diese vier Jungs gehören Kirche und Spielen zusammen. Sie haben einen Fußballplatz direkt neben das Gotteshaus gebaut. Foto: privat

Junge Menschen und ihre Traumkirche: Wie stellen sich Kinder und Jugendliche ihre Kirche vor? Wie müsste sie aussehen? Was sollte sie anbieten? Beim Projekt „Wir bauen unsere Traumkirche“ in der Pfarreiengemeinschaft Bad Laer/Remsede haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, eine Kirche nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Die Aktion findet anlässlich einer Projektreihe in der Pfarreiengemeinschaft statt, in der jeden Monat eine besondere Aktion geplant wird. Denn: Bad Laer feiert 150 Jahre Kirchweihjubiläum; zusätzlich wird die Friedhofskapelle 50 Jahre alt. 

Erstmals in der jüdischen Gemeinde: Auf Einladung der Jüdischen Gemeinde Osnabrück nimmt Bischof Dominicus am traditionellen Empfang des Schabbat und dem anschließenden gemeinsamen Essen teil. Die kleine Delegation des Bistums ist sichtlich bewegt von den in jüdischer Tradition gesungenen Psalmen und weiteren Gebeten, die Freude und Halt auch in der Not geben können. Hier gibt es ein großes gemeinsames Erbe. So prägt das Psalmgebet auch die Tagesstruktur in christlichen Klöstern. Bischof Dominicus nimmt die Sorgen vor antisemitischer Hetze und Gewalt wahr. „Es ist wichtig, dass wir hier zusammenstehen“, erklären der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Michael Grünberg und Bischof Dominicus übereinstimmend. 

April

neue Domkapitulare
Thomas Burke, Thilo Wilhelm und Michael Wehrmeyer (vorn v.l.) sind die drei neuen Domkapitulare. Foto: Bistum Osnabrück/Thomas Arzner

Neue Domkapitulare: Weihbischof Johannes Wübbe hat als Domdechant (Leiter des Domkapitels) drei neue Domkapitulare in ihr Amt eingeführt: Thomas Burke (Dechant des Dekanates Emsland-Süd und Pfarrer in Lingen), Michael Wehrmeyer (Dechant des Dekanates Osnabrück-Süd und Pfarrer in Melle) und der Bischöfliche Personalreferent Thilo Wilhelm gehören jetzt dem Beratergremium an. Alle drei Priester behalten ihre bisherigen Aufgaben bei. 

„FriedensMenschen“: 24 fast lebensgroße Porträts hängen bis Ostern in der Kirche St. Bonifatius in Lingen. Sie sind auf leichte Stoffbahnen aufgebracht und zeigen Menschen aus Bosnien und Herzegowina, aus Polen, Deutschland und der Ukraine – es sind „FriedensMenschen“, die Prozesse und Projekte zu mehr Frieden initiiert haben und sich dafür persönlich einsetzen.

Auch Ehrenamtliche dürfen beerdigen: Nicht nur Diakone und Priester übernehmen im Bistum Osnabrück den Beerdigungsdienst, sondern seit zehn Jahren auch andere pastorale Hauptamtliche. Nun sind zum ersten Mal sieben Ehrenamtliche mit diesem Dienst beauftragt worden.

Trauer Papst Franziskus
Trauer um Papst Franziskus, hier im Osnabrücker Dom. Foto: Ansgar Stuckenberg

Zwei Todesfälle: Der emeritierte Hamburger Erzbischof Werner Thissen stirbt im Alter von 86 Jahren. Die Bischöfe von Osnabrück und Hildesheim würdigen den Verstorbenen. Papst Franziskus ist tot. Er stirbt am Morgen des Ostermontag im Alter von 88 Jahren an den Folgen einer schweren Lungenentzündung. Noch am Ostersonntag hatte sich der Papst der Öffentlichkeit auf dem Petersplatz gezeigt und den Segen erteilt.

Gotteshaus in Farbe: Im emsländischen Dorf Langen führt die Hauptstraße quasi direkt in die St.-Matthias-Kirche hinein. Jetzt gibt es einen weiteren Grund, anzuhalten und hineinzuschauen. Die Gemeinde hat dort ein System eingebaut, mit dem Gäste das Gotteshaus durch Licht, Text und Musik neu erleben können.

Mai

Guten Wohnraum schaffen: Das ist seit 75 Jahren Aufgabe der Wohnungsbaugesellschaft des Bistums Osnabrück, dem Stephanswerk. Vor allem Sozialen Wohnungsbau und Wohnraum für Menschen am Rande der Gesellschaft wollen sie realisieren, erklären die beiden Geschäftsführer Johannes Baune und Carolin Lauhoff im Kibo-Interview.

Priesterweihe: Eine besondere Feier findet am Samstag vor Pfingsten im Osnabrücker Dom statt: Torsten Pastor, als Seelsorger in Haren tätig, wird zum Priester geweiht. 

Neuer Pilgerweg: Ein neuer Pilgerweg überwindet Grenzen und Vorurteile. Der Rundweg verbindet die Orte und Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft am Teutoburger Wald – die näher beieinander liegen, als viele Menschen vorher dachten.

Juni

Fronleichnamsfest in Bremen: Mit Gottesdienst und Prozession feiern rund 1500 Frauen, Männer und Kinder das Fronleichnamsfest im Bremer Bürgerpark unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“. Erstmals ist Bischof Dominicus Meier dabei. 

Fest der Kulturen: Sechs christliche Konfessionen sind im Nordhorner Kloster Frenswegen zu Hause. Im Juni laden sie zum traditionellen Fest der Kulturen ein. Die Organisatoren sehen darin einen „lebendigen Beweis für ein friedliches Zusammenleben“. Das Fest biete eine wunderbare Gelegenheit, Vorurteile abzubauen und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Es sei ein Zeichen dafür, dass wir alle Geschöpfe Gottes sind, geschaffen in seiner Vielfalt. „Wenn wir die Kulturen und Religionen unserer Mitmenschen wertschätzen, fördern wir den Frieden – nicht nur hier auf diesem Fest, sondern auch in unserer Gesellschaft und in der Welt“, sagt Pastor Ulrich Hirndorf, evangelisch-lutherischer Studienleiter im Kloster Frenswegen.

Juli

Yvonne von Wulfen
Yvonne von Wulfen, erste Frau an der Spitze des Personalreferates. Foto: Katrin Kolkmeyer

Frau an der Spitze: Yvonne von Wulfen ist die erste Frau an der Spitze des Personalreferates im Bistum Osnabrück. Mit Fingerspitzengefühl und Fachkompetenz entscheidet sie mit ihrem Team über Versetzungen, Qualifizierungen und Stellenpläne der hauptamtlichen Laien und Priester im Bistum. Sie möchte vernetzen, fördern und gestalten – trotz harter Sparpläne.

Nordische Katholiken pilgern: Um „Pilger der Hoffnung“ geht es im Heiligen Jahr auch bei der Theologischen Studientagung des Ansgar-Werkes. Katholiken aus der Diaspora Nordeuropas nähern sich dem Thema mit Erfahrungsberichten, in Bibelgesprächen und auf einem Pilgerweg.

Wallfahrt nach Telgte: Rund 4500 Frauen, Männer und Kinder ziehen als Pilger von Osnabrück aus kommend in den Wallfahrtsort Telgte ein. Ein Abschied und ein Neubeginn prägen diesmal die Telgter Wallfahrt. Nach fast vier Jahrzehnten als Technischer Leiter der größten Fußwallfahrt im deutschsprachigen Raum wird Karlheinz Schomaker verabschiedet. Seine Aufgabe ruht nun auf mehreren Schultern: Thomas Niemann aus Osnabrück-Nahne und Martin Bensmann aus Wellendorf übernehmen die vielfältigen Aufgaben. Die geistliche Leitung liegt weiter in den Händen von Domkapitular und Dechant Martin Schomaker.

Bienen-Projekt: Dem Volk der Jesiden eine Rückkehr ins Shingal-Gebirge im Nordirak ermöglichen – das möchte der Verein „Regenerate Shingal“. Schwester Makrina Finlay hat ihn mit Freiwilligen aus der Umgebung des Klosters Dinklage gegründet. Das Bistum Osnabrück unterstützt die Aktion und spendet zwei dringend benötigte Bienenvölker.

August

KLJB-Bundesseelsorgerin: Für Lena Bowen steht ein Wechsel aus dem emsländischen Geeste nach Bonn an. Die angehende Gemeindereferentin tritt eine neue Stelle als Bundesseelsorgerin der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) an. Der Verband ist ein Stück Heimat für die 28-Jährige.

Interreligiöse Radtouren: Christoph Driever leitet nicht nur den Pfarrgemeinderat in der Pfarreiengemeinschaft Freren-Thuine, sondern gehört mit Tanja Landgraf aus der reformierten Kirchengemeinde Freren-Thuine auch zu einer achtköpfigen Projektgruppe. Und die hat eine interreligiöse Radtour konzipiert, bei der man alle sieben katholischen und evangelischen Kirchen der Region samt einem Kloster, dem jüdischen Friedhof und einem Gebetshaus entdecken kann. Der Rundweg führt auf 38 Kilometern von Thuine über Andervenne und Freren nach Suttrup-Lohe, Beesten und Messingen – immer entlang ausgeschilderter Radstrecken, meist abseits der Hauptstraßen durch kleine Bauernschaften entlang von Wiesen, Wäldern und Feldern. 

Neue Vorsitzende bei Solwodi: Der Verein Solwodi (Solidarity with women in distress) kümmert sich auch in Osnabrück um Frauen in Not, hilft ihnen beim Neuanfang. Neu angefangen hat auch Irene Prinz, die den Osnabrücker Verein jetzt leitet. Womit sie es zu tun hat, ist brisant: Zwangsprostitution, Gewalterfahrungen, Menschenhandel – Themen, die in der Gesellschaft noch immer zu wenig beachtet werden.

Zeltlager
Das Küchenteam des jüngeren Zeltlagers Haselünne freut sich über die Wahl bei "Ausgezeichnet!Ehrenamt". Foto: Landkreis Osnabrück

Ausgezeichnetes Zeltlager: „Keine großen Ferien ohne Zeltlager und Freizeiten. Dies ist ausschließlich den Ehrenamtlichen zu verdanken“, sagt der emsländische Landrat Marc-André Burgdorf. Stellvertretend für die vielen Zeltlager und Ferienfreizeiten würdigt der Ehrenamtsservice des Landkreises das Küchenteam des jüngeren Zeltlagers der Pfarreiengemeinschaft Haselünne-Lehrte.

Tag der Niedersachsen erstmals in Osnabrück: Der Tag der Niedersachsen findet Ende August in Osnabrück statt, zum ersten Mal in der drittgrößten Stadt des Landes. Dabei präsentieren sich auch die Religionen.

Hümmling-Jubiläum: Seit 175 Jahren gibt es die St. Martinus-Kirche in Lahn in der emsländischen Region Hümmling. Im August feiert die Gemeinde dieses Jubiläum – und gleichzeitig das 150-jährige Bestehen des Kirchenchores.

Neuer Krankenhausverbund: Das Meppener Ludmillenstift und das Lingener Bonifatius Hospital schließen sich zu einem emsländischen Krankenhausverbund zusammen. Die Häuser entwickeln nun als „Johannes Gesellschaft Emsland“ eine gemeinsame medizinische Strategie mit einem koordinierten Leistungsspektrum an jedem Standort.

September

150 Jahre Wohnungslosenhilfe: Ihre Hilfe ist wichtiger denn je: Die Wohnungslosenhilfe des Sozialdienstes Katholischer Männer (SKM) feiert auf dem Domvorplatz in Osnabrück ein großes Jubiläum und stellt ihre Angebote und neuen Projekte vor. Genau genommen geht es um vier Einzeljubiläen, die die Hilfe für wohnungslose Menschen des Sozialdienstes Katholischer Männer (SKM) begeht: 45 Jahre Wohnheim Laurentiushaus, 40 Jahre Fachberatungsstelle, 35 Jahre Tageswohnung und 30 Jahre Straßenzeitung „Abseits“. 

Zwischen den Fronten: Ein Theaterstück in Osnabrück soll sich mit sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche auseinandersetzen und die Spielsaison 2025/26 eröffnen. Doch es kommt zur Absage. Im Streit zwischen Theaterleitung und Regieteam gerät das Bistum Osnabrück bei einer Protestveranstaltung zwischen die Fronten.

Umweltpreise: Der Umweltpreis des Bistums Osnabrück geht an eine Gruppe von Landwirtinnen und Landwirten aus der Region und an eine Kindergartengruppe aus Papenburg. Ausgezeichnet wird der „WinterKurs 82“ der Katholischen Landvolkhochschule Oesede für das Projekt „Biodiversität für die Landwirtschaft – Gestaltung von Biotopbereichen am LandGut für naturnahe Bildung“. Ebenfalls auf den ersten Platz kommt das Projekt „Kleine Klimahelden – Kinder erleben den Klimawandel im Wald“ des Hauses für Kinder und Familien St. Michael in Papenburg. Insgesamt bewerben sich 25 Gruppierungen um den Umweltpreis. Die Gewinner erhalten jeweils 600 Euro für ihr Projekt.

neu im Bistumsdienst
Sechs neue Gemeindereferentinnen wurden in den Bistumsdienst ausgesandt. Foto: Anja Sabel

Segen für den Dienst im Bistum: Sechs neue Gemeindereferentinnen erhalten den Segen des Bischofs für ihre Arbeit in einem Gottesdienst im Osnabrücker Dom. 

Sonnenschein-Preis: Die Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück zeichnet zehn Initiativen und Projekte mit dem Sonnenschein-Preis 2025 aus. Zum 18. Mal würdigt die Stiftung damit das Engagement von Menschen, die meist im Stillen wirken und mit Herzblut, Mut und Mitmenschlichkeit für andere da sind.

Oktober

Nichts mehr verschleiern: Wie steht es um den Schutzprozess gegen sexualisierte Gewalt im Bistum Osnabrück? Ein Jahr nach Abschluss der Missbrauchsstudie zieht das Bistum eine positive Zwischenbilanz. „Kein Fall kann mehr institutionell verschleiert werden“, betont Bischof Dominicus Meier. Das Gedenken an das Leid will er dauerhaft in einer neuen Erinnerungskultur wachhalten.

Bischöfliche Kommission für Ökumene: Die Bischöfliche Kommission für Ökumene im Bistum Osnabrück nimmt ihre Arbeit auf. Bischof Dominicus Meier hat dafür 16 Personen berufen. Die ehren- und hauptamtlichen Frauen und Männer bilden die regionale Vielfalt des Bistums ab und bringen jeweils Bezüge mit, in denen ökumenische Energie steckt.

Gemeinsame Sache: Die drei Krankenhäuser Osnabrücker Krankenhäuser Marienhospital (MHO), Franziskushospital Harderberg (FHH) und das Klinikum beschließen, in Zukunft gemeinsame Sache zu machen. Das erklären die Geschäftsführungen und die Träger in einer Pressekonferenz. Für Mitarbeiter und Patienten solle die Zusammenarbeit nur Vorteile bringen, heißt es.

KAB Vorsitzende Prenger
Die neue KAB-Bundesvorsitzende Sarah Prenger. Foto: KAB/Kock

Neue KAB-Bundesvorsitzende: Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, die KAB, hat eine neue Bundesvorsitzende – und die kommt aus dem Emsland: Sarah Prenger. In ihrer neuen Aufgabe will sich die 39-Jährige für gerechte Erwerbsarbeit, soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde starkmachen.

November

80 Jahre Kriegsende: An diese Zeit erinnert die Papenburger Kirchengemeinde St. Antonius mit einer Themenwoche. Das Gemeindeteam hat für Anfang November mehrere Veranstaltungen organisiert. Dabei geht es auch die Glocken des Gotteshauses, denn deren Zerschlagung hatten damals die Nazis angeordnet.

Willehad-Empfang in Bremen: Vor etwa 220 Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft würdigt Bremens Bürgermeister Björn Fecker beim traditionellen Willehad-Empfang des Katholischen Büros Bremen das Engagement der Bremer Katholiken und dankt ihnen für ihren „wichtigen Beitrag“ in der Gesellschaft – in Kirchengemeinden, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, der Obdachlosenhilfe oder in Selbsthilfegruppen. 

Schulbesuch: Bischof Dominicus Meier besucht das Meppener Gymnasium Marianum und feiert mit der Schulgemeinschaft einen St.-Martins-Gottesdienst. Einen ganzen Vormittag nimmt er sich Zeit, um die Schule besser kennenzulernen.

Altarweihe Bad Rothenfelde
Bischof Dominicus weiht den neuen Altar in der St.-Elisabeth-Kirche in Bad Rothenfelde ein. Foto: privat

Salinen im Kirchenfenster: Auf diesen Tag haben die Katholiken in Bad Rothenfelde mehr als zwei Jahre gewartet: Bischof Dominicus Meier kann die renovierte und umgebaute St.-Elisabeth-Kirche endlich wieder einweihen – sie ist jetzt heller, lichtdurchfluteter und gemeinschaftlicher als zuvor: Ein neues Fenster erinnert an die Salinen, die den Kurort prägen. Der Altarraum wurde abgesenkt und steht nun mittig in der Kirche. Die Bänke gruppieren sich um den neuen Altar. Auch der Taufbrunnen wurde aus der Taufkapelle in die Kirche geholt.

Dezember

Bundesverdienstkreuz für eine Osnabrückerin: Die Muslima Dua Zeitun (46) setzt sich gegen Antisemitismus und für einen Dialog zwischen jungen Muslimen und Juden ein. Dafür bekommt sie in Berlin den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland - die höchste staatliche Auszeichnung.

Umzug nach Paderborn: Altbischof Franz-Josef Bode feiert im Dom sein goldenes Priesterjubiläum. Geweiht wurde er vor 50 Jahren in Paderborn. Später war er 28 Jahre lang Bischof von Osnabrück. Der Weg zur Weihe und die unmittelbar darauf folgenden Jahre haben ihn so sehr geprägt, dass er einen Umzug plant und in seine Heimat zurückkehrt.

Referentin für christliche Rituale: Rebecca Lögers da Silva ist neue Referentin für christliche Rituale im Bistum Osnabrück. Ihre Aufgabe ist es, Menschen in Projekten zu begleiten und ein ökumenisches Netzwerk aufzubauen. Eine erste Idee setzt sie gleich im Advent um: einen „Segen to go“ auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt.

Pause mit dem Nikolaus: Mehrere Gruppen der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) danken Lkw-Fahrern auf Autobahnrastplätzen für ihren Einsatz und verteilen Nikolausgeschenke. Mit ihrer Aktion wollen sie die Politik auch auf Missstände in der Branche aufmerksam machen.

50 Jahre Priester: Der emeritierte Bischof Franz-Josef Bode, die früheren Domkapitulare Ansgar Lüttel und Alfons Strodt sowie der ehemalige Theologieprofessor Gerhard Gäde feiern im Osnabrücker Dom den 50. Jahrestag ihrer Priesterweihe. Bischof Dominicus Meier würdigt die Jubilare in seiner Predigt für ihren Dienst und dankt Namen von vielen Menschen im Bistum Osnabrück für den „unermüdlichen Dienst am Wort des Lebens, den ihr in euren je eigenen Lebensbezügen und Einsatzorten glaubhaft verkündet und vor allem gelebt habt“.