Was uns diese Woche bewegt
Zufriedenheit lernen
„Ein glückliches neues Jahr!“ Dieser Satz steht oft ganz oben auf einer Liste guter Wünsche für unsere Mitmenschen. Manchmal verschenken wir dazu Glücksschweinchen oder vierblättrige Kleeblätter. Aber wie sieht es eigentlich aus, dieses erhoffte Glück? Geht es um den beruflichen Aufstieg, einen Hauptgewinn im Lotto, darum, die Traumreise machen zu können? Das Streben nach Glück kann auch in Stress ausarten – zumal wir in einer Gesellschaft der Selbstoptimierer leben. Alles muss immer besser und schöner werden.
Glücksmomente sind vor allem eines: flüchtig. Ich wünsche deshalb Zufriedenheit, den ruhigeren, beständigeren Gefühlszustand. Zufrieden sein, anstatt dem Glück nachzujagen – klingt gut. Aber kann man Zufriedenheit lernen? Ja. Zum Beispiel, indem ich mich nicht ständig mit anderen vergleiche, indem ich eigene Schwächen anerkenne und Menschen akzeptiere, wie sie sind. Und: indem ich dankbar bin: für Gesundheit, eine geglückte Versöhnung oder dafür, geliebt zu werden.
Zufriedenheit entsteht auch dort, wo ich etwas vom eigenen Glück abgebe. Von diesem Gedanken lassen wir uns auch im Jubiläumsjahr des Kirchenboten leiten. Wir wollen nicht nur feiern, sondern auch gemeinsam Gutes tun. Unter dem Motto „100 gute Taten“ werden wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Medienhauses, anpacken, helfen, zuhören, mitgestalten und Freude schenken. Auf unserer Internetseite werden wir regelmäßig davon berichten.