chaple.de – ein neuer ökumenischer Veranstaltungskalender

Christliche Angebote digital sichtbar machen

Image
Lukasz Kopinke (links) und Frieder Nollau sitzen vor einem Schreibtisch, auf einem Computerbildschirm ist die Website chaple.de geöffnet
Nachweis

Foto: Birgit Pfeiffer

Caption

Lukasz Kopinke (links) und Frieder Nollau leiten die Arbeit an der Plattform „chaple“.

Ein neues ökumenisches Online-Werkzeug verbindet niederschwellige Gemeindekommunikation mit Veranstaltungskalender – und sucht Mitarbeiter.

WhatsApp, Signal oder doch per E-Mail? Wer ehrenamtlich in Kirchengemeinden Gruppen und Kreise koordiniert, weiß, wie schwierig es sein kann, mit allen Mitgliedern zu kommunizieren oder Termine abzustimmen. „Das merkt man besonders, wenn sich etwas kurzfristig ändert, jemand erkrankt oder ein Termin verschoben wird“, sagt Frieder Nollau. Der Jurist engagiert sich seit vielen Jahren in der evangelisch-lutherischen Marienkirchgemeinde in Leipzig. Gemeinsam mit dem Katholiken Lukasz Kopinke und einer handvoll weiterer Engagierter in ganz Sachsen möchte er Abhilfe schaffen: Das Team ist dabei, eine neue geografisch und konfessionell übergreifende Plattform zu entwickeln, über die Gemeindegruppen ihre Kommunikation regeln können. Auch für katholische Gemeinden könnte sie interessant sein.

„Die Gruppen, die sich registrieren, können ihre Termine auf der Plattform ‚chaple‘ veröffentlichen“, erläutert Kopinke. So können Interessierte, die selbst nicht zum harten Kern der jeweiligen Gemeinde gehören, über „chaple“ Bibelabende, Messfeiern und Chorproben ausfindig machen. „Unsere Erfahrung ist, dass die Informationen schon vorhanden sind – aber verstreut und teils nur mühsam oder nur analog auffindbar“, ergänzt Kopinke, der selbst Informatiker ist. Die Plattform soll das vereinfachen. Zudem sollen mit der Verteilung der Kommunikation und Datenpflege Hauptamtliche entlastet werden.

Bei „chaple“ werden die Termine dann nach Konfessionen sortiert auf einer Landkarte angezeigt. So kann man etwa gezielt nach katholischen Angeboten schauen, sieht aber auch, was orthodoxe Nachbargemeinden machen – das heißt, wenn sich genug Gemeinden beteiligen. Noch arbeitet die Plattform mit Testdaten.

Um „chaple“ kostenfrei anbieten zu können, soll es weiter ehrenamtlich von der Basis her umgesetzt werden – über einen Verein und auf Spendenbasis, unabhängig von institutionellen Strukturen oder zeitlich begrenzten Fördermitteln. „Wir brauchen noch Menschen, die uns mit ihren Kompetenzen in diesem spannenden Projekt unterstützen“, so Nollau. Wenn alles klappt, soll  die App 2027 an den Start gehen. „Wir sind ein Leib Christi und den wollen wir auch in der digitalen Welt sichtbar machen“, betont Lukasz Kopinke.

Birgit Pfeiffer