Angebot der Osnabrücker Domgemeinde

Biergarten direkt neben der Kirche

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Alle zwei Wochen lädt die Osnabrücker Domgemeinde in den Barbaragarten ein: zum Essen und Trinken, aber auch zu guten Gesprächen.


Diakon Carsten Lehmann mit der eigens für den Barbara-garten entworfenen Fahne. Foto: Marie-Luise Braun

Was können wir tun, um Menschen an diesem schönen Ort zusammenzubringen? Diese Frage stellten sich im Februar Rainer Voss und Markus Mertin aus der Männergruppe von St. Barbara in Osnabrück. „Der Gedanke eines Biergartens schwang von Anfang an mit“, sagt Diakon Carsten Lehmann, der Dritte im Bunde des Organisationsteams. Der Name „Barbaragarten“ lag nahe, weil die Veranstaltung unter Corona-Bedingungen draußen stattfinden musste. Eine Grafikerin aus der Gemeinde gestaltete ein Logo, ein Informationsblatt und eine Speisekarte, das Gesundheitsamt gestattete den Betrieb – und schon konnte es losgehen. 

Seit dem 24. Juni lädt die Domgemeinde alle zwei Wochen in den Barbaragarten ein. Angeboten werden Speisen und Getränke, die überwiegend aus kirchlicher Produktion stammen: allen voran die eingelegten Eier von Hühnern aus dem Garten des Pfarrhauses. Bier und Limonade stammen von der Josefsbrauerei: „Dort wird inklusiv gearbeitet“, erklärt Carsten Lehmann. Andere Biere stammen aus der Klosterbrauerei Scheyern, der Wein kommt aus der Abtei St. Hildegard. 

„Wir wollten im Viertel etwas tun, das den Leuten guttut“, sagt Carsten Lehmann über die Motivation, den Barbaragarten zu öffnen. Dabei sei es ihm zunächst als besondere Herausforderung erschienen, die Corona-Vorschriften einzuhalten. Über Unterstützung braucht er sich keine Gedanken zu machen: „Es gibt viele, die mitmachen und helfen.“ 

Beim ersten Mal sei auch Musik aus der Konserve dabei gewesen, das hätte nicht recht gepasst. Inzwischen überlegt das Organisationsteam, Livebands einzuladen. Und wie wird das Ganze finanziert? Der Barbaragarten trage sich finanziell selbst, sagt Lehmann. „Es wird sogar ein Überschuss erwirtschaftet. Der wird jedes Mal einer anderen Institution gespendet. Mal einer Jugendgruppe, dann einem Projekt in Benin. Aktuell überlegen die Organisatoren, das Geld an Menschen zu spenden, die beim jüngsten Hochwasser ihr Hab und Gut verloren haben. 

Marie-Luise Braun

Der Barbaragarten findet  voraussichtlich bis Ende September jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat von 18 bis 22 Uhr an der St.-Barbara-Kirche, Natruper Straße 145, statt.