Sommer-Glücksmomente

Ein Garten direkt an der Nordsee

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Eine Frau sitzt am Kaffeetisch
Nachweis

Foto: privat

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Kaffeepause im Rosengarten: Marlene Specker liebt ihren großen Garten, bei dem man in der Ferne schon die Nordsee ahnen kann. Foto: privat

Sommer, Sonne, Ferien: Darauf freuen wir uns alle. Jede und jeder findet dabei seine Glücksmomente dann woanders: unterwegs mit dem Rad oder zu Fuß, am Wasser oder in den Bergen, mit anderen Menschen oder zu Hause. Davon erzählen wir in unserer Sommerserie. In Teil 1 geht es um Gemeindekatechetin Marlene Specker und ihren Garten an der Nordseeküste.

„Hier bin ich einfach glücklich“, sagt Marlene Specker und lässt den Blick durch ihren Garten schweifen. „Dieser Ort hat für mich einfach alles. Da kann ich auftanken, da fühle ich mich wohl, das liebe ich.“  Einen halben Hektar misst das blühende und sattgrüne Paradies, das direkt am Deich in der Krummhörn (Landkreis Aurich) liegt. Wenn sich die 54-Jährige hier nachmittags in ihrer Hängematte oder am Kaffeetisch ausruht, kann sie in der Ferne den Pilsumer Leuchtturm sehen und ein wenig die nahe Nordsee ahnen. „In einem Kilometer bin ich schon am Wasser.“

Eine Frau mit Brot und Gebäck
Backtag in Marlenes Garten: Das ist das pure Glück". Fotos: privat

Blühwiese und Backhaus

Mehrere Bereiche gibt es in dem Garten und von allen erzählt die Gemeindekatechetin, die sich in der katholischen St.-Ludgerus-Gemeinde in Norden besonders um Eltern und Kinder kümmert, voll ansteckender Begeisterung. Das ist die große Blühwiese mit den Sonnenblumen, die bald im schönsten Gelb leuchten. Gern geht sie da auch mal barfuß über den Rasen und spürt das Gras unter den Sohlen. Das ist der Rosengarten, in dem genau die Rosen blühen, die Freundinnen ihr zu einem Geburtstag geschenkt haben - und die deswegen deren Namen tragen. Und das ist das Backhaus, in dem sie alle zwei bis drei Wochen 40 Brote aus dem Holzofen holt und an Familie oder Einwohner aus dem Dorf abgibt. Den Teig zu kneten, das Feuer zu spüren, das warme Brot mit krachender Kruste aufzuschneiden und einfach mit einem Stück Butter zu genießen: „Das ist das pure Glück.“

Eine Frau am Rosenbusch
Marlene Specker liebt ihre Rosenbüsche.

Genau wie der Gang durch den Gemüsegarten, auf den sie sich in diesen Sommerwochen jeden Morgen freut. Mit ihrem Mann baut sie zum Beispiel Salat und Bohnen, Kartoffeln und Mangold, Kräuter und viele Beeren an – die dann mittags frisch geerntet gleich im Kochtopf und im Nachtisch landen. „Es ist einfach herrlich zu sehen, wie das alles wächst und man die Schöpfung hier direkt erleben kann.“ Da schaut sie dann mit einer gewissen Gelassenheit darüber hinweg, dass sie sich manches Gemüse und manche Blumen mit Rehen und Schnecken teilen muss. „Wir haben eben auch viele Tiere in unserem Garten.“

Gern empfängt Marlene Specker Gäste in ihrem Garten: zu selbstgebackenem Kuchen, einer Tasse Tee mit Kluntje und Sahne – und natürlich einem gemütlichen Plausch. „Das ist immer schön.“ Mal weht allen dabei der Küstenwind um die Ohren, mal genießt die Runde am Ende einen wunderbaren Sonnenuntergang. „Es ist einfach ein großes Glück, so leben zu dürfen“, sagt sie und daraus klingt eine große Portion Dankbarkeit. Kein Wunder, dass sie bei der Arbeit, unterwegs oder im Urlaub oft „Sehnsucht hat, nach Hause in unseren Garten zu kommen.“ 

 

Sonnenuntergang im Garten
Ein Sonnenuntergang im Garten mit einem weiten Blick an die Küste.

 

Petra Diek-Münchow