Veranstaltungen im Bistum Osnabrück und Erzbistum Hamburg
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
Foto: Axel Mauruszat/Wikipedia
Die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wird an vielen Orten auch mit Stolpersteinen wachgehalten.
Der Pax Christi-Regionalverband Osnabrück/Hamburg lädt ein, an einer der Veranstaltungen teilzunehmen: vor Ort oder digital.
Ahrensbök
25. Februar, 15 Uhr: Die Gedenkstätte Ahrensbök zeigt den Film: „Ein stummer Hund will ich nicht sein“. Der Dokumentarfilm erzählt die bewegende Lebensgeschichte von Korbinian Aigner – Priester, Widerstandskämpfer und Häftling im KZ Dachau. Anhand seines Mutes, seines Glaubens und seiner außergewöhnlichen Leidenschaft für den Apfelanbau zeichnet der Film ein eindrucksvolles Porträt zivilen Widerstands gegen das NS-Regime. Ort: Gedenkstätte Ahrensbök, Flachsröste 16, 23623 Ahrensbök
Bersenbrück
27. Januar, 11.50 Uhr: Gedenkveranstaltung zum Holocaust-Gedenktag in der Samtgemeinde Bersenbrück, Ort: Heimathaus Alfhausen, Thiener Straße 7. Veranstalter: Arbeitskreis Geschichte der Juden in der Samtgemeinde Bersenbrück
Bremen
27. Januar, 18 Uhr: Die Pax Christi-Gruppe Bremen lädt ein: „Schweigen ist verboten – Sprechen ist unmöglich“, zum Gedenken an die Opfer der Shoah mit Texten und Musik. Ort: Rosenak-Haus, Kolpingstr. 7. Weitere Veranstaltungen in Bremen
Esterwegen
25. Januar, 15 Uhr: Ausstellungseröffnung „Als Jüd:innen verfolgt und markiert“ in der Gedenkstätte Esterwegen, Hinterm Busch 1, 26897 Esterwegen, mit einem Impulsvortrag von Melanie Engler, Leiterin der Gedenkstätte Lichtenburg (Sachsen-Anhalt). Der Eintritt ist frei. Die Wanderausstellung kann bis zum 10. Mai besucht werden. Weitere Informationen
27. Januar, 18 Uhr: Offene Ökumenische Gedenkfeier am Internationalen Tag der Opfer des Nationalsozialismus im Kloster Esterwegen, Hinterm Busch 7a, 26897 Esterwegen, im „Raum der Sprachlosigkeit“. Näheres im Kloster Esterwegen, Tel. 0 59 55/93 57 00.
Hamburg
25. Januar, 15 Uhr: Das Auschwitz-Komitee Hamburg lädt ein zum Vortrag von Professorin Stefanie Schüler-Springorum, Direktorin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, zum Thema: „Das Unbehagen an der Erinnerungskultur. Die Ausgegrenzten und die Unerwünschten“. Anschließend Podiumsgespräch u.a. mit Shlica Weiß (Sinteza, Nachfahrin von Holocaust-Überlebenden). Ort: Centralkomitee Hamburg, Steindamm 45, 20099 Hamburg. Einlass ab 14 Uhr. Näheres und Kartenvorbestellungen
27. Januar, 13 bis 14 Uhr: Rundgang anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus. Treffpunkt: denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Info-Pavillon, Lohseplatz, 20457 Hamburg. Inmitten der HafenCity befindet sich seit 2017 der Gedenkort denk.mal Hannoverscher Bahnhof. Er erinnert an die mehr als 8000 Jüdinnen und Juden, Sinti*ze sowie Rom*nja, die zwischen 1941 und 1945 aus Norddeutschland in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt wurden. Anmeldung
5. Februar, 19 Uhr: Ausstellungseröffnung „Kultur unter Kontrolle. Hamburger Kultureinrichtungen und die Kulturverwaltung im Nationalsozialismus“ im Rathaus, Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg. Es sprechen u.a. Carola Veit, Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft und Arnold Weiß, Vorsitzender des Zentralrats Dt. Sinti und Roma. Anmeldung
Itzehoe
27. Januar, 18.30 Uhr: Zentrale Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus des Schleswig-Holsteinischen Landtag mit dem Sophie-Scholl-Gymnasium und der Ev.-luth. Innenstadtgemeinde Itzehoe. Ehrengast ist der Zeitzeuge Nicolaus Blättermann. Ort: Aula des Sophie-Scholl-Gymnasiums, Am Lehmwohld 41, 25524 Itzehoe. Ein Gebet werden sprechen: Dov-Levy Barsilay (Landesrabbiner SH) und Horst Eberlein, Weihbischof em. im Erzbistum Hamburg. Anmeldung
Kiel
27. Januar, 18 Uhr: Abendgebet zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, in der Offenen Kirche St. Nikolai, Alter Markt, 24103 Kiel. Liturgie & Lesung geleitet von Nicole Hansen und Maren Schmidt. Eine Einladung der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Nikolai.
Leer
27. Januar, 19.30 Uhr: Ökumenischer Gedenk-Gottesdienst für die Opfer des Nationalsozialismus in der Kirche St. Michael, Kirchstraße 27, 26789 Leer, gestaltet von der ACK Leer. Nähere Informationen
Lingen
26. Januar, 19.30 bis 21 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Rüdiger Robert (Münster), zum Thema „Antisemitismus – Geschichte und Gegenwart“ im Heuerhaus des Ludwig-Windthorst-Haus, Lingen-Holthausen, Kursgebühr: € 10,-, Anmeldung erbeten per E-Mail: info@lwh.de
27. Januar, 19 Uhr: Konzert zum Holocaust-Gedenktag mit dem Titel „Und weil der Mensch ein Mensch ist“. Das Ensemble „Die Grenzgänger“ (Bremen) spielt Lieder und Texte, die in den Lagern und Gefängnissen des SS-Staates entstanden sind. Sie geben die Stimmen der Menschen wieder, die gekämpft und gelitten haben. Eingangs sprechen der Erste Bürgermeister, Stefan Heskamp und der Vorsitzende des Forums, Simon Göhler, kurze Grußworte. Ort: Lingener Kreuzkirche, Universitätsplatz 1, 49808 Lingen (Ems). Veranstalter: Forum Juden-Christen Altkreis Lingen e.V. in Kooperation mit der Stadt Lingen und der Lingener Stadtpastoral. Der Eintritt ist frei. Nähere Informationen
Meppen
23. Januar, 17.30 Uhr: Eröffnung der Ausstellung „Riga: Deportationen Tatorte-Erinnerungskultur – den Opfern zum Gedenken – uns und den kommenden Generationen zur Erinnerung und Mahnung“, erarbeitet vom Deutschen Riga Komitee, dem die Stadt Meppen kürzlich beitrat. Sie wird vom 20. Januar bis 17. Februar dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr in der Arenbergischen Rentei, Obergerichtsstr. 14, 49716 Meppen, als Sonderausstellung zu sehen sein.
Neuengamme
27. Januar, 17 bis 18 Uhr: Partizipative Lesung „Ihr jungen Leute müsst jetzt unsere Arbeit weitermachen“. Zur Erinnerung an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz werden gemeinsam Aussagen ehemaliger KZ-Häftlinge gelesen, die Schüler*innen der Max-Brauer-Schule in Hamburg vorbereitet haben. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ort: Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg
Neuenhaus
28. Januar, 18 Uhr: Das Soziokulturelle Zentrum ska-Neuenhaus lädt ein zur Filmvorführung „Verführung und Verblendung – NS-Propaganda – Der Film Jud Süß – Vorführung und Einordnung“. Mindestalter bei Teilnahme: 16 Jahre. Anmeldung per E-Mail: info@ska-neuenhaus.de. Der Eintritt ist frei. Ort: SKA, Prinzenstraße 12, 49828 Neuenhaus.
Norderstedt
26. Januar, 18 Uhr: Zum Shoah-Gedenken in St. Hedwig, Falkenkamp 2, lädt die Pax Christi-Gruppe Norderstedt ein. Die Feier wird musikalisch gestaltet von Thomas Bischoff, gelesen werden von Marlies Engel Texte und Erinnerungen an die Shoah.
Nordhorn
27. Januar, 17 Uhr: „Auch wenn du ganz allein bist – du kannst doch etwas aus deinem Leben machen.“ Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, lädt der Arbeitskreis Gedenken der Stadt Nordhorn in die Kreuzkirche Nordhorn, Jahnstraße, ein. Bei der Veranstaltung wirken Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Oberschule mit. Außerdem spricht ein niederländischer Zeitzeuge, Lodewijk von Mourik (vermittelt über das Kamp Westerbork). Im Anschluss an die Gedenkstunde erfolgt eine Kranzniederlegung am gegenüberliegenden Schwarzen Garten.
Osnabrück
27. Januar, 9.30 Uhr: Ökumenischer Gedenkgottesdienst zur Erinnerung an die Opfer der „Euthanasie“ und Krankenmorde der NS-Gewaltherrschaft, u.a. mit der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück, Diakonie und Caritas. Ort: St. Marien am Markt.
27. Januar, 17 Uhr: Gedenkveranstaltung von Stadt und Landkreis mit Kranzniederlegung, Treffen an der Gedenktafel unter den Arkaden der Stadtbibliothek am Markt, anschließend Gang zur Gedenktafel an der Stadtwaage, u.a. mit Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und Landrätin Anna Kebschull sowie Kantor Baruch Chauskin, Jüdische Gemeinde Osnabrück, und Mario Franz, Präsident des Niedersächsischen Verbandes deutscher Sinti e. V. Im Anschluss Ausstellungseröffnung im Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum „Auftakt des Terrors – Frühe Konzentrationslager … “, Markt 6. Nähere Informationen
30. Januar, 18.15 Uhr: Gottesdienst zum Holocaustgedenktag in der Kleinen Kirche neben dem Dom. Die liturgische Leitung hat Pastor Hubertus Lutterbach, vorbereitet vom Pax Christi Regionalverband Osnabrück-Hamburg.
Digitale Teilnahmemöglichkeiten
28. Januar, 12.30 Uhr: Gedenkstunde im Deutschen Bundestag, Berlin. Auf Einladung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner wird die Holocaustüberlebende Tova Friedman, New Jersey/USA, die Gedenkrede halten. Das Erste nimmt daher eine Änderung seines Programms vor. Das Mittagsmagazin entfällt aus aktuellem Anlass. Stattdessen überträgt die ARD die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus live aus dem Deutschen Bundestag
28. Januar, 14.30 Uhr: Anlässlich der Internationalen Jugendbegegnung (23. bis 28. Januar) des Deutschen Bundestages werden in diesem Jahr die Schicksale von verfolgten Frauen und Kindern im Nationalsozialismus erforscht. Die Podiumsdiskussion dazu mit Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow und der Zeitzeugin Tova Friedman wird im Parlamentsfernsehen unter www.bundestag.de übertragen. Nähere Informationen
29. Januar, 18 bis 19.30 Uhr: Zeitzeugengespräch mit Joop Caneel im Digitalen Salon der Aktion Sühnezeichen /Friedensdienste. Der Schweizer Shoah-Überlebende berichtet über sein Leben und die Verfolgung seiner Familie im Nationalsozialismus. Eine Zoom-Veranstaltung in Kooperation mit der Gamaraal Foundation. Eine Anmeldemöglichkeit findet sich unter „Termine“ bei www.asf-ev.de
Arbeitshilfe zur Vorbereitung eigener Veranstaltungen
Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste gibt eine Predigthilfe und Materialien für die Gemeinde zum 27. Januar heraus. Nähere Informationen