Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück zeichnet Initiativen aus Osnabrück, Bremen und Papenburg aus
Sonnenschein-Preis 2026 für drei Projekte, die Generationen verbinden
Foto: Caritas / Imke Pieper
Gemeinsam für ein starkes Miteinander der Generationen: Die Preisträgerinnen und Preisträger des Sonnenschein-Preises 2026 mit Ehrenamtlichen, Vorschlagenden und Vertreterinnen und Vertretern der Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück bei der Preisverleihung in Meppen.
Drei Projekte, die auf ganz unterschiedliche Weise Menschen verschiedener Generationen zusammenbringen, sind am Sonntag in Meppen mit dem Sonnenschein-Preis 2026 der Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück ausgezeichnet worden. Unter dem Motto „Ehrenamt verbindet Generationen – #zusammengehtwas“ gingen die mit jeweils 1.500 Euro dotierten Preise an die „Großelternpatenschaften“ der Katholischen Familien-Bildungsstätte Osnabrück, das Digital Café mit generationenübergreifenden Spielenachmittagen der Malteser Bremen sowie das Projekt „Junges Gemüse“ des Sozialen Ökohofs St. Josef in Papenburg.
„Die drei ausgezeichneten Projekte machen auf sehr unterschiedliche Weise sichtbar, was entstehen kann, wenn Menschen verschiedener Generationen ihre Zeit, ihre Erfahrungen und ihre Fähigkeiten miteinander teilen“, sagte Hildegard Schwertmann-Nicolay, Vorsitzende des Stiftungsrates der Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück. „Ehrenamt schafft Begegnungen, aus denen Vertrauen und Gemeinschaft wachsen können. Genau dieses Miteinander möchten wir mit dem Sonnenschein-Preis würdigen und stärken.“
Patenomas und Patenopas schenken Zeit
Seit mehr als zehn Jahren bringt das Projekt „Großelternpatenschaften“ der Katholischen Familien-Bildungsstätte Osnabrück Familien mit ehrenamtlich engagierten Seniorinnen und Senioren zusammen. Als Patenoma oder Patenopa besuchen sie regelmäßig Familien, die keinen oder nur wenig Kontakt zu eigenen Großeltern haben. Sie spielen und lesen mit den Kindern, backen gemeinsam oder unternehmen Ausflüge. So entstehen Beziehungen, von denen Kinder, Eltern und die ehrenamtlichen Patinnen und Paten profitieren. Das Projekt verbindet damit drei Generationen und schafft zugleich Entlastung im Familienalltag.
Digitales Wissen trifft auf Lebenserfahrung
Beim Digital Café der Malteser Bremen unterstützen Ehrenamtliche ältere Menschen bei Fragen rund um Smartphone, Tablet, Internet und digitale Anwendungen des Alltags. Eine besondere Rolle übernimmt dabei die Malteser Jugend: Junge Menschen geben ihr digitales Wissen weiter, während im persönlichen Austausch zugleich Raum für Lebenserfahrungen und unterschiedliche Perspektiven entsteht.
Ergänzt wird das Angebot durch generationenübergreifende Spielenachmittage von Seniorenhilfe und Malteser Jugend. Ehrenamtliche holen Teilnehmende bei Bedarf zu Hause ab und bringen sie anschließend zurück. So können auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität teilnehmen. Digital Café und Spielenachmittage sollen damit nicht nur Begegnungen zwischen Jung und Alt ermöglichen, sondern auch soziale und digitale Teilhabe stärken. Das Digital Café startete im Oktober 2025 und hat sich gemeinsam mit den Spielenachmittagen zu einem regelmäßigen Angebot entwickelt.
Auf dem Ökohof lernen Generationen voneinander
Mit „Junges Gemüse“ macht der Soziale Ökohof St. Josef in Papenburg Landwirtschaft für Kinder unmittelbar erlebbar. Kindergarten- und Grundschulkinder sammeln Eier, ernten Kartoffeln und Gemüse, erkunden das Gewächshaus und verarbeiten Lebensmittel gemeinsam in der Küche. Begleitet werden die Gruppen von einer hauptamtlichen Fachkraft und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.
Der generationenübergreifende Ansatz soll dabei weiter ausgebaut werden. Vorgesehen sind unter anderem Lernpatenschaften mit Ruheständlerinnen und Ruheständlern, ehemaligen Lehrkräften und weiteren älteren Ehrenamtlichen. Der Hof soll so noch stärker zu einem Ort werden, an dem Kinder vom Erfahrungswissen Erwachsener profitieren und unterschiedliche Generationen gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Festliche Preisverleihung in Meppen
Die Feierlichkeiten begannen mit einem Festgottesdienst in der Propsteikirche St. Vitus in Meppen mit Weihbischof Johannes Wübbe. Anschließend fand die Preisverleihung im Ratssaal der Stadt Meppen statt. Durch die Veranstaltung führte Ludger Abeln, Vorstandsvorsitzender der Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück. Ein Grußwort sprach Matthias Funke, Erster Stadtrat der Stadt Meppen. Die Sonnenschein-Preise überreichten Weihbischof Johannes Wübbe, Hildegard Schwertmann-Nicolay und Ludger Abeln.
Der Sonnenschein-Preis wird seit 2007 von der Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück vergeben und würdigt ehrenamtliches Engagement. Mit dem diesjährigen Schwerpunkt „Ehrenamt verbindet Generationen – #zusammengehtwas“ richtet die Stiftung den Blick auf Initiativen, die Menschen unterschiedlichen Alters zusammenbringen, Teilhabe ermöglichen und solidarisches Miteinander fördern. Die drei ausgezeichneten Projekte erhalten jeweils 1.500 Euro, um ihre Arbeit zu unterstützen und fortzuführen. (kb)
Weitere Informationen zum Sonnenschein-Preis gibt es hier: https://www.caritas-os.de/caritasgemeinschaftsstiftung/sonnenschein-preis/sonnenscheinpreis. Benannt ist der Preis nach Carl Sonnenschein. Sonnenschein war katholischer Priester, der unter anderem in Berlin als Sozialreformer wirkte. Eines der vielen Anliegen Sonnenscheins war die Förderung sozialen Engagement eines jeden Katholiken. (Caritas)