Umfrage zum aktuellen TdH-Journal „Freut euch!“
Wann haben Sie zuletzt gelacht?
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| Trotz alledem: Grund zur Freude besteht immer. Foto: imago images/Westend61 |
Lara Schreck: Herzlich gelacht habe ich am Sonntag. Nach der Messe aßen wir noch im Familienkreis gemeinsam Mittag und mein Opa erzählte eine Geschichte aus seiner Jugend, in der es um eine junge Dame ging. Wir waren alle überrascht, dass ausgerechnet er, der eigentlich recht konservativ eingestellt ist, solch eine Geschichte auftischen würde.
Ein weiterer Grund zur Freude ist für mich die Planung des Weihnachtsgottesdienstes der Gemeinde. Wir machen da immer ein Musical, mit Band und ich darf da ein paar Gesangsparts übernehmen. Das macht einfach superviel Spaß! Schon beim letzten Mal waren viele Leute da, und da freu ich mich drauf!
Andreas Richter: Auch wenn es etwas gehässig klingen mag: Als Putin letztens von der ukrainischen Armee eins auf die Mütze bekommen hat, habe ich mich gefreut. Zwar tun mir die Leute leid, die dabei getötet werden, aber dieses Regime muss gestoppt werden.
Ansonsten freue ich mich sehr über die neue Mitbewohnerin im Haus, die gut zu unserer eingeschworenen Eigentümergesellschaft passt. Bei einem Wechsel weiß man ja vorher nie, was auf einen zukommt.
Allgemein würde mich freuen, wenn jeder ein bisschen von seinem egoistischen Streben abrücken würde. Sogenannte Aktivisten sollten als das bezeichnet werden, was sie sind: Extremisten. Auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, finde ich in Ordnung – aber nicht so, wie es immer häufiger passiert. Aber auch manch anderen Protest verstehe ich nicht. Anderswo sterben gerade Menschen. Da bricht mir kein Zacken aus der Krone, wenn meine Wohnung einen Grad kälter ist.
Lisa S.: Gestern Abend musste ich mehrmals lachen, als ich die „Heute Show“ gesehen habe. Die war wieder sehr lustig.
Ich bin Filmmusikerin und arbeite gerade mit einem 3D-Künstler zusammen. Ich freue mich sehr darauf, den Song und den Soundtrack für das bevorstehende Projekt zu einem Kurzfilm zu machen.
Mit Blick auf die Zukunft würde ich mich freuen, wenn es der Menschheit gelingt, in friedlicher Koexistenz zu leben. Feindseligkeit – beispielsweise gegen Frauen, Homosexuelle oder Juden – sollten ein Ende haben.
Edith Iltschev: Ich lache eigentlich selten aus vollem Halse. Freude habe ich aber trotzdem. Derzeit bringe ich einem Ausländer im Café International hier in der Leipziger Propstei ehrenamtlich Deutsch bei. Wir haben wieder viel zustande gebracht und uns beide sehr gefreut. Es macht mir Spaß, auf diese Weise etwas zu bewegen. Bis vor zwei Jahren habe ich als Krankenschwester auf der Palliativstation im Elisabeth-Krankenhaus gearbeitet. Nicht mehr arbeiten zu dürfen, hat mein Leben ärmer gemacht.
Aber nur so für mich zu leben, fällt mir sehr schwer. Deshalb freue ich mich, dass es das Café gibt. Hier kann man sich nützlich machen und anderen eine Freude machen. Nur zu Hause lesen oder fern gucken wäre mir zu wenig. Man muss sich mit Menschen bewegen, das ist das Wichtigste.
Demnächst feiert meine Schwester in Frankfurt/Oder ihren 77. Geburtstag. Dort trifft sich dann die Verwandtschaft. Ohne solche Ereignisse wäre das Leben fad.
Gerhard Nee: Richtig gut gelacht habe ich am Samstag bei einer Wohnungseinweihungsfeier von Freunden. Das war einfach eine nette Runde, ein schönes Beisammensein, wir haben viel gelacht, das hat richtig Freude gemacht.
Am kommenden Wochenende gehe ich in Berlin zu einer Geburtstagsfeier. Ich freue mich darauf, alte Gesichter wiederzusehen.
Demnächst steht mein Staatsexamen in Rechtswissenschaften an. Da würde ich mich natürlich freuen, wenn ich bestehe.
Bassam X.: Zuletzt musste ich lachen, als ich mich an ein Bild aus dem Mallorca-Urlaub erinnert habe. Ein Freund hat einen Witz gemacht. Worüber, das erzähle ich lieber nicht. (lacht)
Ich freue mich darüber, dass ich bald mein Lehramtsstudium für die Oberschule (Fächer Gemeinschaftskunde und Englisch) abschließe. Wegen des Krieges bin ich mit meiner Familie aus Syrien nach Deutschland geflüchtet. Meine Dankbarkeit für die Gesellschaft, die mich hier aufgenommen hat, ist sehr groß. Nun möchte ich etwas zurückgeben.
Ich würde mich freuen, wenn meine Eltern die deutsche Sprache gut beherrschen, so dass sie ihre Sachen selbstständig erledigen können. Und, dass sie zufrieden und in Ruhe leben können und sich keine Sorgen um die Zukunft machen müssen.
Umfrage: Stefan Schilde
Was Menschen sonst noch Freude bereitet, erfahren Sie in unserem aktuellen Journal.
