Kita in Georgsmarienhütte benötigt Spenden
"Weihnachten kann man nicht allein feiern"
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Die Weihnachtsfreude möchte Kita-Leiterin Claudia Rohlauf allen Familien vermitteln.
Entstanden ist das Projekt 2022 - einem Jahr, in dem Heiligabend auf einen Sonntag fiel. Claudia Rohlauf erinnert sich noch genau: „Vor allem Familien aus der Flüchtlings- und Obdachlosenunterkunft und dem Sozialraum wären mehrere Tage hintereinander zum Teil auf begrenztem Wohnraum zusammen gewesen.“ Um diesen Tagen „Licht zu geben“, wie die Kita-Leiterin betont, lud sie zum ersten Mal Heiligabend in die Kita und die Räume der Kirchengemeinde ein. Die Feier wird seitdem von den Familien stark nachgefragt: im vergangenen Jahr kamen an Heiligabend 130 Personen.
Weihnachtsliedersingen in verschiedenen Landessprachen
Der Pfarrsaal der Gemeinde wird hierfür in eine weihnachtlich-feierliche Atmosphäre getaucht - mit elektrischen Kerzen und Weihnachtsdekoration. Es gibt Essen und Getränke, Weihnachtsgeschichten werden erzählt. Es wird gesungen, gespielt: ein „total schönes Gewusel und Durcheinander!“, erzählt Rohlauf begeistert. Eltern singen Weihnachtslieder in ihren verschiedenen Landessprachen. So lernen alle gegenseitig viel über andere Kulturen und ihre Weihnachtstraditionen. Im vergangenen Jahr war erstmals ein Dolmetscher dabei, um die Weihnachtsgeschichte zu übersetzen, sagt Rohlauf, die mit dem Angebot nicht nur die Freude sondern auch das Brauchtum von Weihnachten an Familien aus anderen Kulturen weitergeben möchte. Ihre Einrichtung besuchen Kinder aus 15 Nationen mit zwölf verschiedenen Konfessionen. Auch eine Bastelaktion wird jedes Jahr vorbereitet: Mal basteln die Familien Lichtergläser oder kleine Papiertannenbäume. In diesem Jahr werden die Kinder einen Mond mit kleinen Sternchen dran bekleben, verrät die Kita-Leiterin.
Was Claudia Rohlauf besonders am Herzen liegt, ist die Bescherung: jedes Kind soll ein „besonders schönes“ Geschenk bekommen, betont sie. Ob ein Spielzeugauto, ein Puzzle oder eine Puppe: kein Kind sollte an Weihnachten leer ausgehen, so Rohlauf. Weihnachten ist für sie ein „Herzensfest“. Sie erklärt: Viele der teilnehmenden Familien sind finanziell nicht in der Lage, Weihnachtsgeschenke zu kaufen. „Darum ist es umso schöner, wenn die Kinder dann hier ein Geschenk bekommen.“
Ohne finanzielle Hilfe kann das Angebot nicht starten
Hierfür sammelt Claudia Rohlauf mit ihrem Team Geldspenden. Ohne finanzielle Unterstützung kann sie das Angebot nicht aufrecht erhalten. Spenden ermöglichen es erst, Lebensmitteltüten zu bestücken und altersgerechte Geschenke für die Kinder kaufen zu können. Denn die Not der Familien und das Interesse an der Feier wachsen stetig. Im vergangenen Jahr musste die Leiterin einen Anmeldestopp verhängen, da es sonst zu voll geworden wäre.

Mittlerweile ist eine Gruppe von etwa 20 Helfern mit der Organisation, Planung und Vorbereitung der Feier beschäftigt: Eltern der Kita, des Familienzentrums und Gemeindemitglieder packen tatkräftig mit an. Die Frauengemeinschaft aus Georgsmarienhütte steuert in diesem Jahr erstmals selbstgenähte Geschenktüten aus Stoff bei.
Der jährliche Zuwachs und das große Interesse freut Claudia Rohlauf sehr. Der Heiligabend in der Kita, so erzählt sie, sei ihr „Herzensprojekt“. Sie findet, Weihnachten muss mit „ganz vielen Menschen geteilt werden. Nur so kann die Weihnachtsfreude in die schlimme Welt, in der wir gerade leben, getragen werden.“
Dorothee Fleute
Informationen zur Feier und der finanziellen Unterstützung erteilt Claudia Rohlauf, Kita, St. Marien, Georgsmarienhütte-Oesede, Tel. 05401 339310, Mobil 0171 1573099, E-Mail: c.rohlauf@KKVK-GMH.de. Webseite: www.kkvk-gmh.de.