Bistum Osnabrück legt Statistik für 2025 vor

"Kirche bleibt ein wichtiger Partner im Alltag"

Image
dom zu osnabrueck
Nachweis

Foto: Bistum Osnabrück

Caption

Aktuelle Zahlen aus dem Bistum Osnabrück gibt es jetzt – unser Foto zeigt den Dom.

Weiterhin auf hohem Niveau liegt die Zahl der Kirchenaustritte im Bistum Osnabrück. Nach der aktuellen Statistik haben im vergangenen Jahr 6702 Menschen die katholische Kirche verlassen – 2024 waren es mit 6822 noch etwas mehr gewesen. Die Zahl der Katholikinnen und Katholiken liegt laut Bistum jetzt bei mehr als 485 000.

Das Bistum hat jetzt die Jahresstatistik für 2025 vorgelegt. Ein Plus gab es demnach  bei der Zahl der Erstkommunionen und Firmungen: Empfingen im Jahr 2024 noch 3982 junge Menschen die Erstkommunion und 2893 die Firmung waren es 2025 dann 4155 und 2941. Ebenfalls traten mehr Menschen zur katholischen Kirche über oder wieder ein, 167 im Jahr 2025 gegenüber 151 im Vorjahr. Die Zahl der Taufen sank von 3290 im Jahre 2024 auf 3010 im Jahr 2025. Auch ließen sich weniger Paare kirchlich trauen. 2025 waren es noch 426 statt 545 im Jahr 2024. Eine kirchliche Bestattung erhielten 4724 Verstorbene, 2024 waren es 4.968. Etwas in die Höhe ging der statistische Wert zum Gottesdienstbesuch: Feierten im Jahr 2024 durchschnittlich 6,36 Prozent der Katholiken an einem Sonntag den Gottesdienst mit, waren es 2025 dann 6,41 Prozent. 

"Wir wollen nah bei den Menschen bleiben"

Das Bistum Osnabrück befindet sich in einem Transformationsprozess, der unter dem Leitwort „verändert bleiben“ steht. Generalvikar Ulrich Beckwermert sagt dazu: „Die Zahlen der Bistumsstatistik 2025 beweisen erneut, dass Veränderung dringend nötig ist – auf den unterschiedlichsten Ebenen. Mit unserem Transformationsprozess stellen wir uns bewusst darauf ein, dass Kirche kleiner wird, sich verändert – aber wir wollen gerade dann nah bei den Menschen bleiben.“ Entscheidend sei nicht nur die Größe der Strukturen, sondern dass Kirche mit ihren Angeboten weiterhin verlässlich da ist: für Seelsorge, Bildung, Beratung, Hilfe und Orientierung. „Ich danke allen, die mit ihren Kirchensteuern oder ihren Spenden dies alles finanzieren“, so Beckwermert. 

„Kirche bleibt für viele Menschen ein wichtiger Partner im Alltag“, so Generalvikar Ulrich Beckwermert. Beispielsweise begleiten die etwa 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatung (EFLE) im Jahr 2025 in mehr als 7100 Fällen Menschen in Notlagen. 242 katholische Kitas betreuen rund 20500 Kinder. Knapp 19000 Menschen – überwiegend Kinder und Jugendliche – nahmen an Ferienlagern von Pfarrgemeinden und Verbänden teil. Etwa 13000 Kinder und Jugendliche gehen auf die 21 Schulen der Schulstiftung des Bistums. Knapp 350 junge Erwachsene haben mit dem Bistum einen Freiwilligendienst im In- und Ausland absolviert. Die Koordinationsstelle zur Prävention von sexualisierter Gewalt hat 2025 in 150 Präventionsschulungen 3.100 Haupt- und Ehrenamtliche aus allen Bereichen des Bistums geschult. 

Ulrich Beckwermert verwies auch auf die niederschwelligen Angebote in der Seelsorge, wie den „Segen to go“. Dabei wird ein persönlicher Segen erteilt und Kraft im Alltag zugesprochen. Hier habe das Bistum die Erfahrung gemacht, dass gerade in herausfordernden Zeiten dafür ein Bedürfnis bestehe und viele Menschen dieses Angebot nutzen. 

 

 

(kb)

Die ausführliche Statistik mit den Zahlen für einzelne Pfarrgemeinden und Dekanate findet sich im Internet unter: https://bistum-osnabrueck.de/wp-content/uploads/2017/01/Jahresstatistik-2025.pdf