Spendenlauf in Osnabrück für Schulfahrt und Hospiz
La-Ola-Welle für Assisi
Foto: Leonie Schwarz
Die Motivation der Franz-von-Assisi-Schulgemeinschaft ist groß - beim Laufen und Anfeuern.
Eine La-Ola-Welle nach der nächsten rollt an diesem Morgen vor den Herbstferien am Haarmannsbrunnen in Osnabrück. Schülerinnen und Schüler der Franz-von-Assisi- Berufsfachschule hüpfen, tanzen und jubeln zur lauten Musik. Ihr Ziel: So richtig Stimmung machen für die Mitschüler und Mitschülerinnen, die für den Spendenlauf ihrer Schule Runde um Runde durch den immer stärker werdenden Nieselregen drehen. Lea Westendorf feuert auch an. „Man muss witzig sein und sich ein bisschen selbst zum Affen machen, damit sich die Läuferinnen und Läufer nicht doof vorkommen“, sagt die Schülerin, während sie von einem Bein auf das andere hüpft.
Die Motivation zahlt sich aus, denn für jede gelaufene Runde spenden Eltern, Großeltern oder andere Sponsoren Geld. Das fließt dann zur Hälfte ins Kinderhospiz Löwenherz in Syke. Mit der anderen Hälfte wird die Schulfahrt nach Italien mitfinanziert. Denn in einem Jahr laufen die Auszubildenden der katholischen Berufsfachschule nicht durch das regnerische Osnabrück, sondern zusammen durch Assisi. „Diese Schulfahrt ist uns sehr wichtig und ein besonderes Anliegen, gerade weil Franz von Assisi der Namensgeber unserer Schule ist“, erklärt Schulleiter Lars Büter.
Da gibt gerade jeder aus dem Team alles
Die Strecke planen, Flyer entwerfen, Snacks vorbereiten: Die Auszubildenden haben den Spendenlauf selbst im Unterricht organisiert. „Das war eine Heidenarbeit, aber hat sich auch gelohnt“, erzählt Schülerin Emily Krumme. Der Lauf ist nur ein Teil einer großen Spendenaktion, die an der Schule läuft. „Da gibt gerade jeder aus dem Team alles, damit es für die Schülerinnen und Schüler auch möglich ist, dass alle mitfahren können“, erklärt Lehrerin Ilana Wolters zwischen zwei La-Ola-Wellen.
Alles geben will auch Auszubildende Josy. „Ich habe mir einen Halbmarathon vorgenommen“, erzählt sie außer Atem während eines kurzen Stopps bei ihrer Mitschülerin Lea. Die markiert Josys neunte Runde auf dem kleinen Kärtchen, das die Läuferin mit sich trägt. Zweieinhalb Stunden hat sie Zeit, 22 Runden muss sie für ihr Ziel schaffen – jede Runde ist einen Kilometer lang. Andere gehen die ganze Sache entspannter an und spazieren gemütlich auf dem Herrenteichswall.
Auf der Strecke sind Auszubildende, Lehrkräfte und die Sekretärinnen unterwegs – und auch Tiere laufen mit. Das Löwen-Kuscheltier als Maskottchen wird von den Läuferinnen und Läufern getragen. Die drei teilnehmenden Hunde müssen selbst hinterherhecheln. Schulleiter Lars Büter dreht ebenfalls seine Runden und hat seine Mitläufer und Mitläuferinnen herausgefordert: Wer mehr Runden schafft als er, wird noch einmal extra gesponsert.
Selbst als der Regen stärker und der Lauf deshalb offiziell beendet wird, machen ein paar motivierte Läuferinnen und Läufer weiter – und überrunden ihren Schulleiter. 28 Runden wird der diesjährige Rekord werden und auch Josy wird ihr Halbmarathon-Ziel erreichen. Gemeinsam sammeln sie so ungefähr 7000 Euro – und können verdient in die Herbstferien starten.