Fastenzeit 2026
Alltagstaugliche Tipps zum Klimafasten
Foto: Arthur Lambillotte/Unsplash.com
Den Energieverbrauch senken: Das könnte ein Vorhaben zum Klimafasten während der Fastenzeit sein.
Energieverbrauch senken
Das gelingt oft schon mit kleinen Änderungen:
Überlegen Sie zum Beispiel, welche Elektrogeräte Sie tatsächlich nutzen und spenden Sie solche, die noch funktionstüchtig sind und die andere vielleicht mehr brauchen als Sie.
Achten Sie darauf, bei den verbliebenen Geräten den Standby-Modus auszuschalten, denn er ist ein versteckter Stromschlucker.
Schon ein paar Grad weniger zu heizen, kann Geld sparen.
Privatverbraucher können bei der Wahl ihres Stromanbieters einen kleinen Beitrag zur Energiewende leisten, wenn sie einen Tarif wählen, der nur erneuerbare Energien nutzt. Auch finanziell kann sich so ein Wechsel lohnen: Häufig bieten Anbieter Neukundenprämien.
Nur regional und saisonal ernähren
Sie können zum Beispiel probieren, sich regional und saisonal zu ernähren. Dann kommen beim Klimafasten nur Lebensmittel auf den Tisch, die gerade in der Region wachsen. So fallen keine hohen Treibhausgasemissionen aus weiten Transporten oder langen Lagerzeiten an.
Autofasten
Sie können für Fernreisen die Bahn oder verschiedene Fernbusse nutzen. Wenn das Wetter passt: das Fahrrad aus dem Keller zu holen, einen Frühjahrsputz machen und anstatt mit dem Auto mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.
Wenn Sie bisher häufiger kurze Strecke mit dem Auto gefahren sind, hilft vielleicht auch eine Challenge beim Autofasten. Probieren Sie Kurzstrecken zu Fuß zu gehen und auf 10.000 Schritte am Tag zu kommen.
Zero Waste
Wer der Zero-Waste-Bewegung folgt, will im Alltag möglichst wenig Müll produzieren. Das tut auch dem Klima gut, denn so vermeiden Sie automatisch (Einweg-)Plastik, für dessen Herstellung Erdöl abgebaut und verarbeitet werden muss. Das ist ein Prozess, der aufgrund seiner enormen CO₂-Emissionen großen Anteil an der Klimaerwärmung hat.
Im Alltag gibt es viele Stellen, an denen Sie während des Klimafastens Zero Waste umsetzen können. Beispielsweise kann man Alufolie durch Bienenwachstücher, Kaffeekapseln durch eine French Press und Plastikflaschen durch Leitungswasser ersetzen.
Gebraucht kaufen
Neue Produkte herzustellen, sorgt aufgrund von komplexen Lieferketten mit weiten Transportwegen für viele CO₂-Emissionen. Daher gibt es das „Second Hand First-Prinzip“ („Zuerst gebraucht suchen“), bei dem man erst auf Kleinanzeigen-Plattformen sucht, bevor man ein neues Produkt kauft. Das kostet oft viel weniger als ein Neukauf und man lernt nicht selten nette Leute kennen. (ak/asa)
Fastenaktion für Klimaschutz und Gerechtigkeit 2026
Von Aschermittwoch bis Ostersonntag (18. Februar bis 5. April) lädt das Klimafasten ein, sich in Fastengruppen zusammenzufinden, die ökumenische Gemeinschaft zu erleben und jede Woche einen anderen Aspekt der Frage „Wie viel ist genug?“ zu ergründen. Zum Beispiel: Was haben wir im Überfluss? Wofür sind wir beschenkt? Wie können wir die Gemeinschaften bereichern, in denen wir leben? Wie fülle ich die Zeit, die ich habe? Wie gelingt ein Leben, das gerecht ist – auch für andere?